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Bücherei wird aufgewertet

Schönkirchen Bücherei wird aufgewertet

Vor sechs Jahren zog die Bücherei Schönkirchen aus der Schule in ein eigenes Gebäude. Seitdem geht es bergauf: Die Ausleihzahlen haben sich mehr als verdoppelt. Diesen Erfolg honoriert nun auch die Büchereizentrale: Sie hat den Schönkirchenern einen Hauptvertrag angeboten, was mehr Zuschüsse bedeutet.

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Ein Teil der Regale können einfach weggerollt werden - so kann Büchereileiterin Eva Irion Platz für Veranstaltungen schaffen.

Quelle: Andrea Seliger

Schönkirchen. „Beim Einzug vor sechs Jahren hatten wir 6400 Bücher“, erinnert sich Leiterin Eva Irion. Diese Zahl hat sich mehr als verdoppelt, etwa 14500 Medien finden sich in den neuen, hellen, freundlichen Räumen, darunter inzwischen auch DVDs, Hörbücher und Zeitschriften. Die Leser wissen es zu schätzen: Die Zahl der Ausleihen, das Maß aller Dinge bei einer Bücherei, stieg von 22000 auf rund 52000.

 Eine eigene Bücherei hat Schönkirchen seit 1881. Sie war immer in der Schule untergebracht, aber offen für alle. Die Verbindung ist heute weiterhin eng: Die Grundschulklassen kommen alle drei Wochen, die Kinder machen einen „Büchereiführerschein“. Etwa die Hälfte der heute rund 1200 angemeldeten Leser sind Kinder und Jugendliche, für die Irion und ihr Team immer wieder Veranstaltungen anbieten, so wie vor Kurzem die Lesenacht.

 Über das Angebot der Büchereizentrale für einen Hauptvertrag freut sich Irion sehr: „Das ist das Höchste, was eine Bücherei in Schleswig-Holstein erreichen kann.“ Damit verbunden sind höhere Zuschüsse für das Personal, allerdings muss dann auch an einem zusätzlichen Nachmittag geöffnet werden. Die Gemeindevertretung Schönkirchen hat dem Vertrag, der ab dem kommenden Jahr gelten würde, bereits zugestimmt.

 Die neuen Räume haben natürlich zum Erfolg beigetragen. „Die Bücherei hat davon profitiert, dass Schönkirchen eine reiche und spendable Gemeinde war“, sagt Eva Irion. Eine Besonderheit der neuen Ausstattung: Die Hälfte der Regale steht auf Rollen und kann für Veranstaltungen leicht weggeschoben werden. Dann passen 100 Stühle auf die Fläche. Lesungen gab es bereits mit Hellmuth Karasek, Tom Buhrow, Dora Heldt und Heinz Buschkowsky.

 Krimis und Biografien lesen die Schönkirchener besonders gern, hat Irion festgestellt – und davon gibt es in den Regalen auch eine große Auswahl. Weil eine kleine Einrichtung aber nicht alles haben kann, gibt es weitere Möglichkeiten, um mit dem Schönkirchener Büchereiausweis (bis 18 Jahre gratis, danach 12 Euro jährlich) an Medien zu kommen: Über die „Onleihe“ erhält man E-Books, E-Paper, Musik und Videos, das digitale Munzinger-Archiv darf benutzt werden und Bücher anderer Einrichtungen können nach Schönkirchen bestellt werden.

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