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Bürger bleiben Sprechstunde fern

Polizei in Laboe Bürger bleiben Sprechstunde fern

Ab sofort bietet die Polizei jeden Donnerstag eine Bürgersprechstunde im Rathaus von Laboe an. Damit wird ein Versprechen umgesetzt, das einen kleinen Ersatz für die Schließung der Polizeistation bieten sollte. Die Premiere wurde allerdings von keinem Bürger genutzt.

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Michael Martins (links) schaute Carsten Schmidt bei der ersten Polizei-Sprechstunde in Laboe ebenso zu wie (von links) Matthias Trapp, Ulrike Mordhorst und Wolf Mönkemeier.

Quelle: Thomas Christiansen

Laboe. „Ich freue mich, dass es jetzt losgeht – auch wenn es nicht so ist, wie die Laboer sich dies gewünscht haben“, sagte Bürgermeisterin Ulrike Mordhorst. Gegen die Schließung hatte es Proteste gegeben, doch auch 2600 Unterschriften und ein Termin mit Innenminister Stefan Studt konnte an der Entscheidung, die Station zum 1. Oktober zu schließen, nichts ändern. Der damalige Innenminister Andreas Breitner hatte aber versprochen, dass es wegen der besonderen Situation Laboes zumindest Sprechstunden geben sollte.

 Amtsvorsteher Wolf Mönkemeier bezeichnete Laboe als einen „speziellen Fall – auch wegen der Touristen“. Der Plöner Revierleiter Michael Martins erinnerte daran, das die Entscheidung von Breitner sich zunächst nur auf den Sommer bezog, Gemeinde und Amt aber auch um Sprechstunden im Winter gebeten hatten.

 Bis Ende März gibt es nun jeden Donnerstag von 8.30 bis 12 Uhr eine Bürgersprechstunde der Polizei im Laboer Rathaus, von April bis September dann zusätzlich montags. Carsten Schmidt war am Donnerstag der erste Beamte, der auf Bürger wartete. Er gehörte früher zur Station Laboe und wurde ebenso wie zwei Kollegen nach Heikendorf versetzt. „Das ist der Vorteil, das sind Insider“, meinte Martins. Er dankte der Gemeinde, dass sie das kleine Besprechungszimmer im Erdgeschoss zur Verfügung gestellt und für Büroausstattung gesorgt hat.

 „Wir sind gespannt, wie das angenommen wird. Die Erfahrung zeigt, dass Bürgersprechstunden schlecht angenommen werden“, sagte Martins. Der Versuch in Laboe sei zunächst bis Ende September begrenzt. Bis dahin werde immer wieder ausgewertet, wie das Angebot genutzt wird. Während der Sprechstunde ist die Polizei in Laboe unter Tel. 04343/427125 erreichbar. Sonst ist die Station in Heikendorf unter Tel. 0431/24926 zuständig.

 „Immer, wenn eine schnelle Reaktion erwartet wird, sollte die 110 gewählt werden“, betonte der Heikendorfer Stationsleiter Matthias Trapp.

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Ein Artikel von
Thomas Christiansen
Ostholsteiner Zeitung

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