8 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
1582 Unterschriften überreicht

Bürgerinitiative Postseefeldmark 1582 Unterschriften überreicht

Die Diskussion um eine mögliche Bebauung der Postseefeldmark in Preetz geht weiter. Am Dienstag überreichten Mitglieder der Bürgerinitiative, die sich gegen das Projekt wendet, knapp 1600 gesammelte Unterschriften.

Voriger Artikel
Reparaturen nehmen Fahrt auf
Nächster Artikel
Glasfaser-Vertrag ist unterschrieben

Knapp 1600 Unterschriften gegen eine Bebauung der Postseefeldmark überreichte (von links) Hans Grothmann von der Bürgerinitiative an Rüdiger Koch, Vorsitzender des Bauplanungsausschusses, Bürgervorsteher Hans-Jürgen Gärtner und Bürgermeister Björn Demmin.

Quelle: Nadine Schättler

Preetz. Sechs Wochen lang haben die Unterstützer der Bewegung auf dem Preetzer Marktplatz gestanden und für ihr Engagement geworben. „Wir sind überrascht und erfreut über die rege Anteilnahme und den überwältigenden Zuspruch, mit dem man uns dort begegnete“, erklärte Hans Grothmann, Sprecher der Bürgerinitiative, bei der offiziellen Übergabe an Bürgermeister Björn Demmin, Bürgervorsteher Hans-Jürgen Gärtner und den Bauplanungsausschusvorsitzenden Rüdiger Koch. Die große Zahl der Unterschriften zeige, so Grothmann, dass die Initiatoren auf dem richtigen Weg seien. „Insgesamt sind das etwa ein Zehntel aller Preetzer. Wir finden, das ist eine beachtliche Zahl.“

 Wie mehrfach berichtet, möchte die Stadt Preetz mit den Planungen für das Baugebiet auf gezielte Anfragen nach Bauland für Einfamilienhäuser sowie für eine Einrichtung mit therapeutischem Reiten, einen Kindergarten der Freien Schule Leben und Lernen und ein Gebäude für den Naturkindergarten Wühlmäuse reagieren.

 Die Gegner des Baugebiets, das nach Beratungen im Preetzer Bauplanungsausschuss auf der sogenannten Lehmkuhlenkoppel mit einer Größe von bis zu vier Hektar entstehen könnte, fürchten einen zunehmenden Druck durch mehr Verkehr und Lärm auf die Postseefeldmark und die benachbarten geschützten Flächen. Dadurch vermindere sich die Lebens- und Wohnqualität nicht nur der Anwohner, sondern auch der Spaziergänger, die in der Postseefeldmark Erholung suchten.

 Außerdem stellen die Mitglieder der Initiative den Bedarf für ein neues Baugebiet in Frage. „So weist etwa die kleinräumige Bevölkerungs- und Haushaltsprognose des Kreises Plön für Preetz in den nächsten 15 Jahren bestenfalls eine stabile Bevölkerungszahl aus, deren Wohnraumbedarf leicht mit einer innerstädtischen Verdichtung gewährleistet werden kann“, heißt es in einer Pressemitteilung der Initiative. Die Mitglieder fordern mit ihren Unterschriften eine Abkehr von den Planungen und ein Konzept für eine „integrierte Stadtentwicklung“, das die Interessen von Investoren und der in Preetz lebenden Menschen vereine.

 Inwieweit der Bauplanungsausschuss den Forderungen der Inititiative und ihren Unterstützern nachkommt, ist offen. Bis die Mitglieder des Ausschusses am 29. Juni erneut zusammenkommen, wollen die Gegner der Postseefeldmark-Bebauung weiter für ihre Ziele kämpfen und auf dem Preetzer Wochenmarkt die Bürger aufklären.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten aus Plön 2/3