9 ° / 0 ° Regenschauer

Navigation:
Stoltenberger machen Gegenwind

Bürgerinitiative Stoltenberger machen Gegenwind

„FrischerGegenWind“ ist der Name der neuen Bürgerinitiative, die sich am Sonnabend in Stoltenberg gegründet hat. Rund 50 Einwohner aus Stoltenberg, Neu Sophienhof und den umliegenden Orten waren gekommen, um ihre Entschlossenheit zu bekunden, sich gegen die neuen Windkraftpläne des Landes zu stellen.

Voriger Artikel
Lkw von B 404 geborgen
Nächster Artikel
Kinder lieben den Fischabtrieb

Die Gründer der Bürgerinitiative „FrischerGegenWind“ (von links) Martin Rossmeißel, Christian Otzen, Jörn Baumgardt und Martin Fröber informieren die Einwohner über ihre Pläne.

Quelle: Astrid Schmidt

Stoltenberg. Der Name ist Programm. Das wurde in dieser ersten Zusammenkunft Gleichgesinnter sehr deutlich. Die Initiatoren Jörn Baumgardt, Christian Otzen, Martin Rossmeißel und Martin Fröber informierten über den Stand der Planungen des Landes und die jüngste Informationsveranstaltung dazu in Rendsburg (wir berichteten). Knackpunkt: Die sogenannten Windenergie-Suchgebiete müssen nach neuester Planung nur noch 400 statt wie bisher 800 Meter von Einzelhäusern und Splittersiedlungen entfernt sein. Davon seien die Einwohner von Neu Sophienhof in erheblichem Maß betroffen.

 Wie sich das beim jetzigen Stand bereits auswirkt, schilderte Martin Fröber sehr anschaulich: Er wagte einen Ausblick auf die kommenden Anlagen, für deren Bau die Investoren bereits in den Startlöchern stünden, so Fröber. Dann könne nämlich gebaut werden, „was technisch möglich“ sei. Das seien mittlerweile mehr als 200 Meter hohe Mühlen. Einwohner Stefan Wiese empörte sich darüber, dass mit der Neufassung der Abstandsregelung der Seeadler (drei Kilometer) oder ein Hünengrab (600 Meter) in ihrer Schutzwürdigkeit über den Menschen gestellt würden.

 Eine andere Dame im Publikum fühlte sich von den Plänen „überrumpelt“ und riet, die „Touristiker mit ins Boot“ zu holen. Andere boten sich an, in den umliegenden Gemeinden Aushänge zu organisieren. „Wir müssen solidarisch sein mit den Menschen, die stark betroffen sind, und Argumente sammeln, um diese Planung zu verhindern“, appellierte Christian Otzen an alle im Saal. Sie seien die Multiplikatoren, die auch andere informieren. „Gehen Sie in die Sitzungen der Gemeindevertreter, rütteln Sie die Menschen wach“, erklärte auch Jörn Baumgardt einen Teil der Strategie der neuen Bürgerinitiative.

 Die sei jederzeit bereit, zu informieren, Material zur Verfügung zu stellen, aufzuklären und werde viele weitere Veranstaltungen ins Leben rufen. „Wir haben nur ein geringes Zeitfenster, denn bis Juli 2016 soll der neue Regionalplan in die Bürger- und Behördenbeteiligung gehen“, betonte Baumgardt die Dringlichkeit.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

KSV-Liveticker!

KSV-Spielstand online
verfolgen, mit dem
KN-KSV-Liveticker

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Plön 2/3