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Dirk Osbahr aus Amt verabschiedet

Bürgermeister in Schönberg Dirk Osbahr aus Amt verabschiedet

Der Abschied war kurz. Nach wenigen Minuten ging die Gemeindevertretung Schönberg zur weiteren Tagesordnung über. Bürgervorsteherin Christine Nebendahl hatte zuvor Dirk Osbahr, der im Juli seinen Rücktritt angekündigt hatte, gedankt und „höchsten Respekt“ für seine Entscheidung bekundet.

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Bürgervorsteherin Christine Nebendahl (links) und die stellvertretende Bürgermeisterin Antje Klein verabschiedeten Bürgermeister Dirk Osbahr.

Quelle: Thomas Christiansen

Schönberg. Die drei Fraktionen überließen während der Sitzung im neuen Bauhof der Bürgervorsteherin allein die Würdigung der Amtszeit von Osbahr. „Das war keine leichte Aufgabe für Dich“, sagte Nebendahl. „Du musstest mehr verwalten als gestalten“, meinte sie. Osbahr habe dabei viele Ideen entwickelt, „Dir fehlte es aber an Zeit diese umzusetzen“.

Nebendahl erinnerte daran, dass die Gemeindevertretung dem Wunsch Osbahrs, sich intensiver um seine Familie kümmern zu können, entsprochen habe und ihn zum 31. August aus dem Dienstverhältnis entlässt. „Familie und Gesundheit sind das höchste Gut, das wir haben“, sagte Nebendahl und wünschte Osbahr „viel Erfolg und alles Gute“. Sie dankte ihm für die geleistete Arbeit, dankte aber auch der Familie, „die viel auf Dich verzichten musste“. Anschließend überreichten sie ihm einen Bildband über die Probstei, einen Essens-Gutschein und einen Blumenstrauß für seine Frau.

„Es waren drei anstrengende Jahre“, meinte Osbahr und bekannte, er habe sich manches anders vorgestellt. Das sei aber nicht der Hintergrund seiner Entscheidung gewesen, bei der es vielmehr um Familie und Gesundheit ging. Es habe aber nie eine Bitte seiner Familie gegeben, aufzuhören. Osbahr dankte den Gemeindevertretern für die Zusammenarbeit: „Wir haben gemeinsam Ideen entwickelt und auch einige umgesetzt, dieses Gebäude gehört dazu.“ Seiner Stellvertreterin Antje Klein wünschte er viel Kraft und bat die Gemeindevertreter darum, sie zu unterstützen. Er freue sich auf seine neue Tätigkeit als Bauamtsleiter im Amt Schrevenborn, die am Donnerstag beginnt: „Dann kann ich mich wieder etwas konzentrierter um ein Aufgabenfeld kümmern.“

Einstimmig wählte die Gemeindevertretung einen Gemeindewahlausschuss aus Vertretern der Fraktionen, Wahlleiter soll Stefan Gerlach vom Amt sein. „Der Ausschuss sollte zügig seine Arbeit aufnehmen, sodass wir uns um einen neuen hauptamtlichen Bürgermeister bemühen können“, sagte Nebendahl.

Nach der Rücktrittsankündigung des ersten direkt gewählten Bürgermeisters in Schönberg war zunächst über eine Rückkehr zur Ehrenamtlichkeit diskutiert worden. Anfang August beschlossen die Fraktionen aber, dass es wieder einen hauptamtlichen Bürgermeister geben soll. Angestrebt wird ein gemeinsamer Kandidat.chr

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Ein Artikel von
Thomas Christiansen
Ostholsteiner Zeitung

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