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Ein Vollzeit-Job als Ehrenamt

Bürgermeisterin in Schönberg Ein Vollzeit-Job als Ehrenamt

Seit dem 1. September hat die stellvertretende Bürgermeisterin Antje Klein (SPD) wieder einen Vollzeit-Job – einen ehrenamtlichen noch dazu. Die 68-Jährige übernahm nach dem Rücktritt des hauptamtlichen Bürgermeisters Dirk Osbahr in Schönberg das Ruder und hält es fest in den Händen.

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Sie hält das kommunale Schiff auf Kurs: Die stellvertretende Bürgermeisterin der Gemeinde Schönberg, Antje Klein, hat ihr Büro im Schönberger Rathaus bezogen.

Quelle: Astrid Schmidt

Schönberg. Ihr wichtigstes Anliegen: „Wir wollen ganz normal weiter arbeiten und die vielen angeschobenen Projekte fortführen“, sagte Antje Klein.

Es ist noch nicht ganz acht Uhr morgens, wenn Antje Klein in ihr Büro im zweiten Stock des Schönberger Rathauses kommt. Auf ihrem Schreibtisch liegen Mappen auf verschiedenen Stapeln, Liste mit Aufgaben, die sie erledigen will. „Ich sitze hier im Büro und arbeite, die repräsentativen Termine nimmt mir dankenswerter Weise Bürgervorsteherin Christine Nebendahl ab“, fasst Antje Klein ihren Alltag zusammen. Mehr Aufhebens möchte sie eigentlich von ihrer Aufgabe auf Zeit gar nicht machen. Denn für sie galt schon immer ein Motto: „Weglaufen gilt nicht.“ Auch wenn sie im vergangenen Jahr schon ein wenig kürzer treten wollte und den Fraktionsvorsitz abgegeben hatte. „Dann kam ja die überraschende Entscheidung und nun stehe ich zu meiner Verantwortung“, sagt sie. Denn sie sei ja nicht allein. „Ich habe jederzeit eine fachkompetente und bereitwillige Unterstützung in der Amtsverwaltung.“ Das Zusammenwirken von „Entscheidenden in der Selbstverwaltung und Ausführenden in der hauptamtlichen Verwaltung“ sei hervorragend, schildert sie ihre Erfahrungen. Auch auf die Mitarbeiter der Eigenbetriebe könne sie sich absolut verlassen. Die habe sie in einer Personalversammlung über den Stand der Dinge und das weitere Vorgehen informiert, denn sie habe eine große Verunsicherung gespürt. „Es war mir ein besonderes Anliegen, den Mitarbeitern für ihr Engagement vor allem in der Saison auch einmal Danke zu sagen“, betont Antje Klein ihre Fürsorgepflicht für 60 Angestellte. Und noch eines sei ihr besonders wichtig: „Die Bürger sollen wissen, dass sie jederzeit hier im Rathaus eine Ansprechstelle haben.“

Neben den 1000 kleinen Dingen, wie das Versetzen eines Verkehrsschildes, das Schneiden von Hecken oder die Anliegen von Badegästen, hat Antje Klein aber auch große Projekte mit finanziellen und rechtlichen Auswirkungen auf dem Tisch. So ist beispielsweise das Konzept für die Orts- und Tourismusentwicklung abzuschließen, die Abrissarbeiten für das neue Wohngebiet am alten Bauhof laufen an, die erste Kulturkonferenz ist angeschoben, der Saisonabschluss muss ausgewertet und die Wirtschafts- und Haushaltspläne vorbereitet werden. „Die Vorarbeit für die Fachausschüsse nehmen ebenfalls viel Zeit in Anspruch, denn dort fallen die Entscheidungen“, sagt Klein. Ein Umdenken erfordere ihr zeitlich begrenzter Einsatz auch in parteipolitischer Hinsicht. „Ich sehe mich als überparteiliche Mittlerin und stelle meine eigenen sozialdemokratischen Interessen hinten an“, betont sie ihre Aufgabe als Bürgermeisterin. Deshalb gehe sie ganz bewusst in alle Fraktionen, um über Themen und Sachstände zu informieren.

Bei all der Arbeit sorge sie aber auch für ihren Ausgleich. „Ich will diese Aufgabe schaffen, aber ich lass mich nicht auffressen.“ Ihr Mittel, um diesen Plan umzusetzen, sind Sport, Radfahren und ein Urlaub mit den Kindern, der seit langem gebucht ist.

Denn Antje Klein weiß, dass die Wachablösung vermutlich erst im Mai erfolgt und solange will sie das kommunale Schiff auf Kurs halten.

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