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Radisch wünscht sich eine hohe Wahlbeteiligung

Bürgermeisterwahl in Schönkirchen Radisch wünscht sich eine hohe Wahlbeteiligung

Am Sonntag, 6. November, sind die 5400 wahlberechtigten Schönkirchener aufgerufen, über ihren zukünftigen hauptamtlichen Bürgermeister abzustimmen.

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Gerd Radisch will gerne Bürgermeister in Schönkirchen werden. Am Sonntag stimmen die Bürger darüber ab.

Quelle: Andrea Seliger

Schönkirchen. Wie berichtet, haben die vier Parteien gemeinsam Gerd F. Radisch, 62, zur Zeit Unternehmensberater in Bad Schwartau, als Kandidaten vorgeschlagen. Weitere Interessenten haben sich nicht beim Amt Schrevenborn beworben. Radisch will nach Schönkirchen ziehen und seine Firma aufgeben, seine Klienten soll ein Kollege übernehmen. KN-Redakteurin Andrea Seliger sprach noch einmal mit dem Kandidaten.

Die Wahl steht kurz bevor. Wenn es so läuft, wie Sie es sich wünschen, wird das auch für Sie eine große Veränderung bedeuten. Was hat Sie motiviert, sich für das Bürgermeisteramt zu bewerben?

Gerd Radisch: Mich reizt diese Aufgabe. Die Ausschreibung war so ausgelegt, dass ein hauptamtlicher Bürgermeister gesucht wurde, der ein vielfältiges Spektrum mitbringt und der ein gemeinsamer Kandidat aller Parteien sein sollte – mit dem Hintergrund, objektiv und für alle da zu sein. Ich komme aus der Wirtschaft, habe 13 Jahre Kommunalpolitik gemacht und möchte diese ganzen Erfahrungen mit Wirtschaft, Verwaltung und Politik in eine Funktion einbringen. Ich möchte noch einmal richtig Gas geben.

Sie haben sich in Schönkirchen inzwischen gründlich umgesehen und auch mit vielen Leuten gesprochen. Welche Sorgen haben die Bürger bisher an Sie herangetragen?

Ganz deutlich waren die Sorgen: „Bleibt es beim guten Ausbau der Kitas?“ und „Wie wird die Schulqualität in Zukunft gesichert sein?“. Fragen, die sich viele vor dem Hintergrund der leeren Kassen stellen. Ein Thema ist offensichtlich auch die Sicherung der Nahversorgung, wenn Sky in das neue Gewerbegebiet umzieht.

Wenn Sie gewählt werden, sind Sie hauptamtlicher Bürgermeister, aber die politischen Entscheidungen fällt die Gemeindevertretung, in der Sie kein Stimmrecht haben. Wie stellen Sie sich ihre Rolle vor, und wie möchten Sie mit den Parteien zusammen arbeiten?

Es geht nicht nur um die Parteien, es geht auch um die Menschen in Schönkirchen. Ich bin ein Freund davon, alle frühzeitig einzubinden und an Entwicklungen zu beteiligen. Ideen der Menschen aufnehmen sowie in enger Zusammenarbeit mit den Kommunalpolitikern Themen anschieben, die von den Fraktionen dann in Anträge münden, die der Bürgermeister dann umsetzen kann – ich glaube, so lässt sich am meisten etwas für Schönkirchen bewirken.

Es gibt auch Befürchtungen, dass ein hauptamtlicher Bürgermeister, der von außen kommt, nur „Dienst nach Vorschrift“ machen und sich nicht wirklich für den Ort einsetzen wird.

Nur „Dienst nach Vorschrift“ habe ich in meinem ganzen Berufsleben nicht gekannt und werde ich auch weiterhin nicht kennen. Ein Bürgermeister, gerade ein hauptamtlicher Bürgermeister, hat präsent zu sein, und das richtet sich nicht nach der Uhrzeit., sondern nach den Gegebenheiten. Die Schönkirchener werden mich zu vielen Zeiten und an vielen Orten finden, einfach, weil ich das für wichtig halte. Ich komme von außen, ich bringe neue Sichtweisen, vielleicht auch neue Ideen mit. Das zusammen zu tun mit den Bedarfen, die die Schönkirchener schon hier sehen, und sich darüber auszutauschen – ich glaube, dann wird etwas Gutes daraus. Ich lade jetzt schon jeden Schönkirchner ein, mich anzusprechen, wo er nur kann, auch per E-Mail oder Telefon.

Es beunruhigt mich aber, dass alle glauben, die Entscheidung sei schon gelaufen. Ich wünsche mir, dass möglichst viele zur Wahl gehen.

Inteview: Andrea Seliger

Am Sonntag können Sie den Ausgang der Wahl in Schönkirchen und Altenholz ab 17 Uhr in unserem Liveticker (noch ist dieser offline) auf KN-online verfolgen.

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