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Philipp Murmann tritt nicht wieder an

Bundestagswahl 2017 Philipp Murmann tritt nicht wieder an

Die CDU in den Kreisen Plön und Segeberg (Nord) und der Stadt Neumünster müssen sich einen neuen Bundestagskandidaten suchen. Philipp Murmann, der seit 2009 seine Partei in Berlin vertrat, kandidiert überraschend nicht noch einmal.

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Philipp Murmann tritt nicht wieder für die Bundestagswahl 2017 an.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn (Archiv)

Plön/Neumünster. Der 52-Jährige möchte sich mehr seiner Familie und seinem Unternehmen Zöllner in Kiel widmen, das in jüngster Zeit stark expandierte. Seit 2001 führt Murmann die Firma, die Signalanlagen für Schiffe und die Eisenbahn herstellt. Mit stetig wachsendem Erfolg. Als die Verantwortung für das Familienunternehmen ihm in die Hände gelegt wurde, zählte es 30 Mitarbeiter. Jetzt sind es über 200. Vor allem in dem Thema Digitalisierung sieht  Murmann zukünftig seine Aufgabe in seinem Unternehmen, dass er erfolgreich der vierten Generation übergeben möchte.  „Die Tätigkeit als Bundestagsabgeordneter habe ich immer als Mandat auf Zeit verstanden. Ich bin kein Berufspolitiker und wollte dies auch nie werden“, heißt es in einer Mitteilung. Er habe sein Wirken immer als „Unternehmer in der Politik“ verstanden.

Dieser Entschluss bedeute für ihn aber keinen  Abschied aus der Politik. Der CDU Deutschland werde er  auch in Zukunft als Schatzmeister zur Verfügung stehen. Er dankte ausdrücklich Bundeskanzlerin Merkel für ihre Unterstützung.  Auch auf Landes- und Kreisebene werde er sich weiterhin für die Partei einsetzen. 

Die Kür zum Kandidaten war für Murmann innerparteilich zu Beginn keine leichte Aufgabe. Sein Mitbewerber Thomas Hansen aus Lütjenburg lag bei dem entscheidenden Parteitag im ersten Wahlgang nur sieben Stimmen hinter dem Heikendorfer. Bei der Bundestagswahl 2009 gelang es Murmann, der SPD nach vielen Jahren das Direktmandat abzuknöpfen, was er 2013 gegen seine Mitbewerberin Birgit Malecha-Nissen wiederholte. 

Die politische Arbeit in seinem Plöner Kreisverband gestaltete sich für ihn schwierig. Er geriet in Gegensatz zum heutigen Kreisvorsitzenden Werner Kalinka, dessen Anhängerschaft den Bundestagsabgeordneten Murmann zum Beispiel bei Delegiertenwahlen regelrecht abstrafte. Auch das er bei den jüngsten Kreisvorstandswahlen sich für Peter Sönnichsen aus Wankendorf stark machte und nicht für Kalinka, machte ihn in dessen Umfeld nicht beliebter und ließ ihn viele Nadelstiche hinnehmen.

Seine Partei wurde von der Entscheidung Murmanns überrascht. Mögliche Nachfolger haben sich noch nicht positioniert. Die CDU-Mitglieder der drei Kreisverbände küren Ende des Jahres auf einer Wahlkreismitgliederversammlung ihren neuen Kandidaten. Termin und Ort dafür stehen noch nicht fest.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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