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Bye bye Brunnen!

Abrissarbeiten in Wankendorf Bye bye Brunnen!

Vom einstigen Wahrzeichen auf dem Wankendorfer Marktplatz, dem Brunnen, wird in Kürze nichts mehr zu sehen sein. Das kaskadenförmige Wasserspiel war 1974 als Geschenk der Wankendorfer Baugenossenschaft aus Anlass ihres 25-jährigen Bestehens errichtet worden.

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Vorarbeiter Rainer Hartz von der Firma Dobbertin aus Ascheberg löst mit dem Greifer des Baggers die einzelnen Segmente des Marktbrunnens ab, der einst als Wahrzeichen der Gemeinde Wankendorf galt.

Quelle: Anne Gothsch

Wankendorf. Warum geht man derart rabiat mit dem Jubiläumsgeschenk um? Bereits vor 15 Jahren hatte man dem größten Wasserverschwender der Gemeinde den Hahn abgedreht, nachdem sich die Brunnenskulptur aus grauem Beton als ein Fass ohne Boden erwiesen hatte.

 Anders als damals wohl von den meisten Bürgern angenommen, wurde das Wasser nämlich nicht aufgefangen und mittels Pumpe wieder hoch gedrückt, sondern mit kostbarem Leitungswasser gespeist, dass anschließend einfach versickerte. Rund 900 Kubikmeter verbrauchte die Anlage pro Jahr, was im Jahr 2000 mit rund 850 Euro zu Buche schlug. Deshalb wurden die Wasserspiele damals stillgelegt.

 Doch ein neues Problem tat sich auf: Jugendliche sahen in dem stufenförmigen, rund fünf Meter hohen Gebilde ein Klettergerüst, manche versuchten sogar, es durch Schaukeln zum Einsturz zu bringen. Die Gemeinde musste also handeln, bevor etwas passiert und beschloss deshalb im Dezember 2014 den Abriss.

 Der ist nun im Gange. Rainer Hartz von der Firma Dobbertin aus Ascheberg trägt mit dem Greifarm des Baggers zunächst die einzelnen Betonsegmente ab. Anschließend wird das Brunnenbecken ausgeschachtet und mit Mutterboden aufgefüllt, damit später Rollrasen verlegt werden kann. Auf der Fläche rund um den Brunnen wird das Pflaster aufgenommen, der Untergrund ausgekoffert und ebenfalls mit Mutterboden aufgefüllt. Auch dort ist Rollrasen vorgesehen.

 „Die Spielstation daneben wird schon gut angenommen und wir haben den Markt mit in unser Spielplatz-Konzept für mehr generationsübergreifende Lebensqualität aufgenommen und hoffen, für die Umsetzung Fördermitteln der Aktivregion zu bekommen“, berichtet Wankendorfs Bürgermeisterin Silke Roßmann. Zwei zusätzliche Wasserabläufe werden ebenfalls eingebaut, um das Dauerproblem auf dieser Fläche in den Griff zu bekommen, die nach starken Regenfällen schon oft unter Wasser stand.

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