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Mit einer Hundestärke ins Rennen

Canicross Mit einer Hundestärke ins Rennen

Unruhige Momente am Trammer See für einige Gassi-Geher: Je nach Richtung kamen ihnen am Sonntagnachmittag sieben Schlittenhunde mit jeweils einem Jugendlichen im Schlepptau entgegen: Die Leistungsgruppe des Husky-Teams Hüttener Berge trainierte für das Rennen, das am Wochenende auf Gut Lehmkuhlen gestartet wird.

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Ruhe vor dem Sturm-Lauf: Die elfjährige Fanny-Mo Dunker will gleich mit Husky Storm Tsunami auf die Canicross-Strecke rund um den Trammer See bei Plön. Der Bewegungsdrang ist dem Schlittenhund so kurz vor dem Start nicht anzusehen...

Quelle: Peter Thoms

Plön. Schlittenhundrennen ohne Schlitten? Mit nur einem Hund? Die Mitglieder des Husky-Teams Hüttener Berge verstehen sich als Hundesportler. Und das ist weit mehr als nur Rundfahrten mit einem von Hunden gezogenem Schlitten oder Wagen (je nach Witterung). In Plön trainierten die jungen Leute den sogenannten Canicross – Crosslauf mit Hunden (Cani ist das lateinische Wort für Hund). Dabei, so die Teamleiterin Britta Dunker, stand das Training unter dem Motto „Finde deinen Weg im Team“. Die Hunde werden mit einem Bauchgurt und langer Leine (mit Ruckdämpfer) am Sportler befestigt und laufen vor ihren Herrchen her beziehungsweise ziehen sie sogar ein bisschen. Dem Bewegungsdrang der Hunde kommt das sehr entgegen, den joggenden Menschen auch, denn mit „einer Hundestärke“ vorweg erreicht man höhere Geschwindigkeiten als alleine.

 Dabei muss die Strecke im Auge behalten werden (blauer Luftballon bedeutet geradeaus; roter Ballon bedeutet abbiegen) und der Teamgeist gepflegt werden. Nachfolgende Canicrosser werden nicht einfach abgehängt, sondern man versucht, als Team zumindest in Sichtweite zusammenzubleiben. Der Teamgedanke wird auch zwischen Mensch und Tier großgeschrieben: Gerade Jugendlichen gibt die Arbeit mit einem Hund Sicherheit und Halt in der Gruppe – auch oder gerade, wenn der tierische Trainingspartner mal wechselt. Da müssen sich Herrchen wie Hund immer mal wieder an neue Partner gewöhnen. Und auf solchen Strecken lernen, andere Hunde so gut es geht zu ignorieren.

 Auch wenn die Strecke am Trammer See „nur“ zehn Kilometer lang ist: So ein vergleichsweise kurzes Trainingsprogramm ist für Teamleiterin Britta Dunker mit einigem Aufwand verbunden: Die gebürtige Plönerin war mit ihrer „rollenden Wolfshöhle“, wie sie ihren Transporter scherzhaft nennt, aus Haby (Kreis Rendsburg/Eckernförde) angereist. An Bord: 17 Huskys, obwohl in Plön nur sieben zum Einsatz kamen. Für die Schlittenhunde mit den meist eisblauen Augen ist aber das Rudel sehr wichtig, da bleiben einzelne Hunde nur ungern zurück, wenn es auf die (Trainings-) Reise geht. Und wenn man in der „Wolfshöhle“ auch nur drauf warten muss, biss der Rest des Rudels wiederkommt...

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Ein Artikel von
Peter Thoms
Redaktion Ostholsteiner Zeitung/stellv. Ressortleiter

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Gut Lehmkuhlen
Foto: Flinkes Gespann: Mit elf Siberian Huskies startete Rüdiger Rink – der Hundesportler aus der Nähe von Diepholz war schon mehrfach in Lehmkuhlen. Ursprünglich wollte er nur einen Husky anschaffen.

Solche Probleme hat Horst Schröder selten: „Es ist zu warm“, sagt der Vorsitzende des Norddeutschen Schlittenhundeclubs, Ausrichter des Wagenrennens auf Gut Lehmkuhlen bei etwa 12 Grad am vergangenen Wochenende. Ab 15 Grad Lufttemperatur hätte er die Hunde nur noch über eine kleine Runde laufen lassen.

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