15 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
DRK kündigt Trägerschaft für Kitas

Ortsverein Raisdorf DRK kündigt Trägerschaft für Kitas

Vor knapp 40 Jahren eröffnete das DRK Raisdorf seinen ersten Kindergarten – in der Dorfstraße. Inzwischen werden 314 Kinder in Schwentinental in Einrichtungen des Ortsvereins betreut. Jetzt hat der Vorstand die Trägerschaft zum Jahresende gekündigt. Ein Ersatz ist in Sicht.

Voriger Artikel
Stippvisite im Heikendorfer CDU-Wahlkreis
Nächster Artikel
Klinik reißt Sprachbarrieren ein

Die Kita Dorfstraße wurde bereits 1976 eröffnet. Nun will das DRK Raisdorf die Trägerschaft für die Kitas und die OGTS aufgeben.

Quelle: Andrea Seliger

Schwentinental. 70 Angestellte, Personalkosten von mehr als zwei Millionen Euro – „das ist von einem ehrenamtlichen Vorstand nicht mehr zu leisten“, sagt die Vorsitzende Elli Kubach. „Vom Umfang her entspricht das einem mittelständischen Unternehmen“, meint ihre Stellvertreterin Inga Göttsche. Auf der jüngsten Jahreshauptversammlung hatte Kubach diese Entscheidung verkündet, auch die Stadt und die Mitarbeiter sind bereits informiert. Zu den Einrichtungen des DRK Raisdorf gehören neben der Kita Dorfstraße (heute 85 Kinder) das Kinderhaus am Schwentinepark (110 ) und die Offene Ganztagsschule am Schulzentrum in Raisdorf (119).

 Erste Schritte für eine Alternative hat Kubach bereits eingeleitet: Möglicherweise würde der DRK-Kreisverband Ostholstein die Trägerschaft übernehmen, der bereits zwei Kitas betreibt. Kubach würde die Häuser gerne weiter in DRK-Hand sehen. Der erste Verhandlungstermin mit der Stadt Schwentinental ist bereits vereinbart. Sollte man sich gar nicht einig werden, und auch kein anderer Träger zu finden sein, müsste die Stadt laut Kita-Gesetz die Einrichtungen selbst übernehmen. „Wir lassen die Eltern nicht im Regen stehen“, versicherte Regina Blöcker von der Stadtverwaltung.

 „Ich bedauere die Entscheidung, habe aber dafür Verständnis“, sagte Hauptamtsleiter Gerald Menz. Was die ehrenamtlichen Kräfte geleistet hätten, sei nicht hoch genug zu bewerten: „Wir haben immer sehr konstruktiv zusammengearbeitet.“ Die Entscheidung über den künftigen Träger soll möglichst noch vor der Sommerpause in den städtischen Gremien beraten werden. Menz würde sich weiter einen freien Träger wünschen, gerne erneut das DRK. Doch letztlich komme es darauf an, auf welche Vertragsbedingungen man sich einigen könne. Die Arbeitsplätze der Mitarbeiter seien gesichert – dafür gebe es gesetzliche Vorgaben. Sobald die Entscheidung für einen neuen Träger gefallen sei, soll dieser den Eltern vorgestellt werden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten aus Plön 2/3