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Neue Pläne für die Schule

Darry Neue Pläne für die Schule

Im Sommer 2014 schloss die Grundschule Darry zum großen Bedauern in der Gemeinde endgültig ihre Türen. Nun könnte neues Leben in die Klassenzimmer und die Turnhalle einziehen. Ein Investor möchte die Gebäude kaufen, verkündete Pankers Bürgermeister Ewald Schöning in der Gemeindevertretung am Dienstag.

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Der Schriftzug Grundschule Darry und die bunten Wandmalereien sind noch zu sehen. Die Gemeinde Panker hat einen Interessenten für die Immobilie inklusive Turnhalle.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Panker. Nach den Vorstellungen des potenziellen Käufers soll in dem großen Trakt ein Mehrgenerationenhaus mit verschiedenen Wohnungen entstehen, die zum Teil privat genutzt werden, zum Teil wohl auch vermietet. In der kleinen Turnhalle möchte der Investor etwas Außergewöhnliches anbieten: Indoor-Camping. Wie Bürgermeister Schöning erläuterte, verbergen sich dahinter kleine Holzhäuschen, die in der Halle aufgestellt werden. Eine Art Haus-im-Haus-Prinzip. Ein Zeitpunkt für die Vertragsunterzeichnung steht noch nicht fest. Der Käufer stammt nicht aus Schleswig-Holstein und entdeckte die Grundschule Darry als Angebot im Internet. Sorgen machten sich einige Bürger in der Fragestunde wegen des Wegfalls der Turnhalle. Sowohl der Kindergarten als auch der TSV Hessenstein nutzen derzeit noch die Halle.

 Ein düsteres Bild zeichnete Schöning von den Gemeindefinanzen. Im Haushaltsentwurf für 2016 fehlen 83 000 Euro. Investitionen kann sich Panker außer dringend notwendigen Reparaturen nicht leisten. Bei einem Volumen des Verwaltungshaushaltes von rund 1,8 Millionen Euro schlagen allein die Schulkostenbeiträge mit 317 000 Euro und der Kindergarten mit 255 000 Euro zu Buche.

 Der Kindergarten benötigt dringend mehr Platz. Seit dem Einzug von Jungen und Mädchen unter drei Jahren gibt es Raumprobleme. Sie halten noch Mittagsschlaf. Weil Zimmer fehlen, müssen sie sich in der Lernwerkstatt schlafen legen. Die ist dann für den Betrieb blockiert. Gemeindevertreter Volker Schultz (WGP) stellte nun Pläne für einen kleinen Anbau aus Holz vor, die in der Sitzung auf Sympathie trafen. Der Blockbohlenbau kann als Lager dienen. Gleichzeitig ließe sich der Grundriss der vorhandenen Innenwände so ändern, dass das Raumkonzept besser zum Kindergarten passt. Schätzungsweise 20000 Euro kosten die Bauarbeiten.

 Einen Erfolg feiert eine Initiative, die die stark angehobene Hundesteuer absenken möchte. Die Gemeindevertretung beschloss, das Thema erneut im Finanzausschuss zu beraten und später noch einmal darüber abzustimmen. Seit 1. Juli zahlen die Hundebesitzer in Panker für das erste Tier 90 Euro pro Jahr, für das zweite 180 Euro und ab dem dritten 240 Euro. Das ist der Spitzenwert im Amt Lütjenburg. Volker Viererbl und einige Mitstreiter sammelte 124 Unterschriften gegen diese unfairen Steuersätze aus ihrer Sicht. „Die sind wie ein Gewitter über die Hundebesitzer hereingebrochen.“ Bernhard Ziarkowski (CDU) verteidigte die Hundesteuern. Ohne diese Erhöhung würde das Land die Fehlbedarfszuweisung kürzen, auf die Panker angesichts seiner Finanzen angewiesen sei. „Ich fühle emotional mit ihnen, kann eine Absenkung der Steuer aber nicht mittragen“, sagte er in Richtung von Viererbl.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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