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Neustart mit Genossenschaft

Markttreff Kirchbarkau Neustart mit Genossenschaft

Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten öffnet der Markttreff in Kirchbarkau nach den Sommerferien wieder seine Türen. Neue Betreiberin wird Dagmar Thiele-Gliesche – unterstützt von einer Genossenschaft, in der neben den Bürgern auch Gemeinden aus dem Barkauer Land Mitglied werden können.

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Noch sind die Regale und Schränke nicht gefüllt. Doch nach den Sommerferien soll der Markttreff Kirchbarkau wieder öffnen. Darüber freuen sich Frank Jedicke (von links), Britta Schwarten, Franz Schwarten und Dagmar Thiele-Gliesche.

Quelle: Silke Rönnau

Kirchbarkau. Noch sind die Regale, Tiefkühlschränke und Obststände leer, als Bürgermeister Franz Schwarten, sein Stellvertreter Frank Jedicke, Dagmar Thiele-Gliesche und Britta Schwarten vom ehrenamtlichen Unterstützerteam durch die renovierten Räumlichkeiten führen. Der Kassentresen fehlt noch, auch das kleine Café mit Blick durch die großen Fenster auf die Straße ist noch nicht ganz fertig. Aber die Arbeiten liegen im Plan, betont Jedicke. „Wir sind auch noch unter dem Kostenrahmen“, fügt er hinzu. Die Eröffnung ist für Anfang bis Mitte September vorgesehen.

 Die Gründungsversammlung der Genossenschaft beginnt am Donnerstag, 7. Juli, ab 18 Uhr im Dorfhaus. Dann will man sich auch auf den endgültigen Namen festlegen. Ziel der Genossenschaft sei es, die Nahversorgung im Barkauer Land zu sichern. Deshalb hoffe man auf viele „Genossen“, sagt Jedicke schmunzelnd. Diese zahlen einmalig eine Gebühr von 50 Euro und pro Anteil 100 Euro. Die Höchstmenge liege bei 99 Anteilen. Diese könne man nach Ablauf von drei Jahren wieder zurückgeben. Die Nachbargemeinden Klein Barkau und Warnau hätten bereits die Mitgliedschaft beschlossen. Jeder einzelne habe Mitspracherecht, wirbt Jedicke. „Wir hoffen auf viele Menschen, die sagen: Das ist mein Laden“, sagt er. „Der Markttreff kann nur überleben, wenn alle hier einkaufen.“

 Der Einzugsbereich sollte für einen wirtschaftlichen Betrieb reichen, meinen sie. Die Einwohnerzahl von Kirchbarkau sei mittlerweile auf gut 800 gestiegen, erzählt Bürgermeister Schwarten. Insgesamt gebe es 1750 Haushalte im Barkauer Land. Der Laden müsste einen Umsatz von rund 600000 Euro pro Jahr erzielen, um wirtschaftlich zu sein. Dagmar Thiele-Gliesche arbeitet allerdings nicht als selbstständige Betreiberin wie ihre Vorgänger, sondern als Angestellte.

 Das Modell in Kirchbarkau wurde in einer Einwohnerversammlung und von der Gemeindevertretung beschlossen. Die Gemeinde nimmt rund 400000 Euro für die energetische Modernisierung und neues Mobiliar in die Hand, wobei 300000 Euro aus Zuschüssen kommen. Wegen der Fördermittel müsse der Markttreff zwölf Jahre lang laufen. Durch die Umbauarbeiten will die Gemeinde die Energiekosten so niedrig wie möglich halten.

 Frank Jedicke blickt schon in die Zukunft. Vielleicht könnte man noch weitere Projekte realisieren, meint er, wie zum Beispiel ein Carsharing-Modell.

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Silke Rönnau
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