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Flüchtlinge beim Gartenwettbewerb dabei

Dersau/Stocksee. Flüchtlinge beim Gartenwettbewerb dabei

Erstmals beteiligt sich eine Gruppe von Flüchtlingen, die seit rund einem Jahr in Dersau lebt, am publikumsträchtigen Gartenwettbewerb „Small Gardens“ auf dem Gut Stockseehof in Stocksee (Kreis Segeberg). Am Donnerstag, 1. Juni, werden die Schaugärten geöffnet.

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Bevor die Jury kommt, gibt es noch jede Menge zu tun. Angelika Fabricius (von rechts), Mohamed Jawad, Farah Badla sowie Ute und Udo Günzel aus Dersau verpassen dem Garten den letzten Schliff, der dem Thema „Zuflucht“ gewidmet ist.

Quelle: Anne Gothsch

Stocksee. Bei Farah Badla, Mohamed Jawad, Mojstaba Ibrahimi, Masoumeh Razaie und den anderen steigt das Lampenfieber nahezu stündlich. „Zuflucht“ haben die Frauen und Männer aus Syrien und Afghanistan ihre Parzelle genannt, in deren Gestaltung sie seit Jahresbeginn viel Zeit, Herzblut und Arbeit gesteckt haben. Angeleitet und tatkräftig unterstützt wurden sie dabei von Angelika Fabricius aus Dersau sowie zahlreichen anderen Helfern, die mit Rat und Tat, Werkzeugen, Geräten, Materialien und Pflanzen zum Gelingen des Projektes beitrugen.

Garten hat einen orientalischen und einen deutschen Teil

Der Garten soll mit einem orientalisch anmutenden Teil die Zuflucht in die Erinnerungen an die geliebte Heimat symbolisieren, mit Säulenzypressen, einem Zitronenbäumchen, Jasmin oder Bougainvillea, einem Brunnen und einem schattigen Kaffeeplatz. Den krassen Gegensatz dazu bilden ein enger Wohncontainer, ein Schlauchboot und eine Schwimmweste als Erinnerung an die hochriskante Flucht und den ersten sicheren Schlafplatz danach. Vor dem Container entfalten sich Blumen und Pflanzen, die in vielen deutschen Gärten zu finden sind. „Damit wollen wir Danke sagen, denn hier haben wie eine sichere Zuflucht gefunden und vielleicht eine neue Lebensperspektive“, sagt Mohamed Jawad.

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