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Deutliches Ja zur Windkraft

Schwartbuck Deutliches Ja zur Windkraft

Windräder sind in Schwartbuck willkommen. Die Gemeindevertretung sprach sich bei einer Enthaltung für den Bau von acht Anlagen in der Feldmark zwischen Schwartbuck und Bendfeld aus. Das Gut Panker (Hessische Hausstiftung) will in den kleinen Windpark rund 40 Millionen Euro investieren.

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Die Gemeinde Schwartbuck spricht sich für den Bau von acht Windrädern aus. Die Anlagen haben inklusive Flügel eine Höhe von 150 Metern.

Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck

Schwartbuck. „Heute haben wir die Bude voll“, sagte Bürgermeister Peter Manzke bei der Begrüßung der rund 25 Gäste in der Sitzung. Das Thema Windenergie lockte nicht nur Schwartbucker, sondern auch Bürger aus benachbarten Gemeinden und Vertreter der Bürgerinitiative „Frischer Gegenwind“.

 Die Windräder haben eine Höhe von 150 Metern, wenn die Flügelspitze in 12-Uhr-Stellung steht. Sie leisten pro Jahr 70 Millionen Kilowattstunden und versorgen damit rund 20000 Haushalte mit Strom, so Güterverwalter Heinrich von der Decken. Die Bemühungen der Hausstiftung, Windräder auf ihren Ackerflächen zu errichten, gehen bis ins Jahr 1997 zurück. Die Gemeinde stand dem Projekt immer wohlwollend gegenüber. Die Pläne sind mittlerweile weit fortgeschritten, ein Ingenieurbüro steht der Stiftung als Berater und Mitinvestor zur Seite. Ein Gutachten zum Vogelschutz ist kurz vor der Fertigstellung. Seeadler und Zugvögel sind demnach nicht von Anlagen an dieser Stelle betroffen. Allein diese Untersuchungen kosteten bislang rund 100000 Euro.

 Die Windräder bringen Geld in die Gemeinde Schwartbuck. Bürger des Ortes können sich mit Beträgen ab 5000 Euro an einer „Bürgermühle“ beteiligen und Miteigentümer werden. Von der Decken rechnet mit einer Rendite auf das Eigenkapital von sechs bis acht Prozent – je nach Strompreis. Die Gemeinde erwartet zudem Gewerbesteuern in nicht unerheblicher Höhe. Da die Hausstiftung ihre Investitionen über lange Zeit abschreibt, fallen bereits nach etwa zwei Jahren Gewinne an, für die Gewerbesteuern fällig werden. Wie hoch diese Einnahmen für das finanzschwache Schwartbuck sein werden, konnte von der Decken nicht sagen. „Es wäre nicht seriös, heute Zahlen zu nennen“, erklärte er. Das hänge vom Strompreis ab, den man zukünftig erlöse. Mit einem Baubeginn rechnet er frühestens Ende 2017. Voraussetzung sei, dass das Land seine Windkraftpläne zügig umsetzen kann und die Flächen in Schwartbuck tatsächlich für die Erzeugung von Windstrom frei gibt.

 Schwartbuck ist nicht die einzige Gemeinde im Amt Lütjenburg, in der Windräder entstehen könnten. Abwägungsflächen liegen auch in Helmstorf, Klethkamp, Blekendorf und Dannau. Die Gemeinde Högsdorf hat sich bereits gegen Windräder ausgesprochen, die in ihrer Nachbarschaft entstehen könnten.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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