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"Dirt Park" für die Skate-Anlage

BMX-Fahrer in Heikendorf "Dirt Park" für die Skate-Anlage

Vor knapp drei Jahren wurde in Heikendorf der Skatepark eingeweiht. BMX-Rad-Fahrer, die dort gerne ihre Runden drehen, arbeiten nun eigenhändig an der Erweiterung der Anlage durch einen „Dirt Park“. Ihr Projekt hat eine sportliche und eine soziale Seite – und kostet die Gemeinde nichts.

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Die BMX-Fahrer Tom Schlurick (von links), Myles Hagedorn, Christoph Behrend, Malte Stender und Bennet Völz legen hinter dem Heikendorfer Skaterplatz einen „Dirt Park“ an.

Quelle: Andrea Seliger

Heikendorf. Die ersten Anfänge sind bereits gemacht: Etwa kniehoch erhebt sich auf der Brachfläche hinter dem Skateplatz am Krischansbarg das, was einmal eine Steilkurve werden soll. Und neben dem alten Asphalt graben Christoph Behrend, Malte Stender, Bennet Völz, Myles Hagedorn und Tom Schlurick die ersten Meter einer Spur auf der Rückseite der Rampe. Die fünf jungen Männer aus Heikendorf und Umgebung, 18 bis 21 Jahre alt, schwärmen von ihrem Hobby. Die Arbeit gehört dazu: „No dig, no ride“, erklärt Christoph Behrend – frei übersetzt: „Wer nicht schaufelt, kann auch nicht fahren.“ Denn anders als die feste Betonanlage besteht ein „Dirt Park“ nur aus in Erde gegrabenen oder aus Erde aufgehäuften, mit Lehm abgedichteten Wegen, die nicht nur erschaffen, sondern auch später ständig gepflegt werden müssen. Diese dauernde Arbeit schaffe aber auch die Gemeinschaft unter den Nutzern, so Behrend: „Man nimmt alle ins Boot, die Lust haben.“ Dabei könnten die Jüngeren von den Älteren lernen. Positiver Nebeneffekt: „Man passt auf das auf, was man geschaffen hat.“

 Dem Bildungs- und Sozialausschuss haben sie das Projekt, das sich an den „Sportpiraten“ in Flensburg orientiert, bereits vorgestellt. Die Vorsitzende Elke Wohlert zeigte sich beeindruckt vom Engagement der jungen Leute: „Ich bin richtig begeistert.“ Positiv kam natürlich an, dass die jungen Leute lediglich die Erlaubnis, aber kein Geld wollten. „Das einzige Risiko, das die Gemeinde eingeht, ist, dass ihr irgendwann keine Lust mehr habt“, fasste Bürgermeister Alexander Orth zusammen – und dann blieben eben „ein paar Erdhaufen“ übrig. Deshalb könne er dieses Projekt „nur unterstützen“. Das sah auch der Ausschuss so.

 Mit Eifer sind die jungen Männer nun bei der Arbeit. Sorgen macht ihnen nun nur Vandalismus – „doppelte Arbeit“. Hilfreich fänden sie noch ein paar Werkzeuge. Sie wollen deshalb Firmen um eine entsprechende Spende bitten. „Wir hoffen, dass wir bald die ersten Sprünge fahren können“, sagt Christoph Behrend.

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