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Schranke sorgt für Diskussion

Ärger um Langzeitparker Schranke sorgt für Diskussion

Es ist kein großes Geheimnis, dass der Lidl-Kundenparkplatz in Plön gerne als gebührenfreier Dauerparkplatz genutzt wird. Tag für Tag stehen die gleichen Fahrzeuge von morgens bis abends auf ihren „Stammplätzen“, die Kunden des Discounters finden manchmal keine Parklücke. Damit soll nächste Woche Schluss sein.

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Die Auffahrt auf den Lidl-Parkplatz wird mit einer Schranke versehen – 14 Meter neben der Fahrbahn der B 430. Der Rückstau auf die Bundesstraße scheint vorprogrammiert.

Quelle: Peter Thoms

Plön. Noch allerdings fehlt die Zustimmung des Landesbetriebs Verkehr (LBV). Und die ist nach aktuellem Stand höchst fraglich.

Bei den Verantwortlichen von Lidl ist in diesem Sommer endgültig der Geduldsfaden gerissen. An die Parkplatznot an den Wochenmarkt-Tagen, dienstags und freitags, hatte man sich ebenso gewöhnt wie an die Sonnabend-Parker, die den Wochenendeinkauf mit einem ausgiebigen Bummel durch die Innenstadt verbinden. In der Feriensaison allerdings herrscht mittlerweile jeden Tag Parkplatznot. Filialleiter Reiner Heller berichtet von Kunden, die sich beschwert hätten, „zehnmal um den Pudding fahren zu müssen, bis sie einen freien Parkplatz finden“ – und im Geschäft selbst herrscht trotz des überfüllten Parkplatzes oft gähnende Leere.

Technisch wird es so gelöst, dass beide Zufahrten zum Parkplatz mit Schranken versehen werden, an denen ein Ticket gezogen werden muss, damit sie sich öffnen. Wenn nach maximal einer Stunde der Einkauf bezahlt wird, wird das Ticket elektronisch markiert, damit man (gebühren-) freie Ausfahrt hat. Parkt man länger oder hat nicht bei Lidl eingekauft, wird eine Parkgebühr fällig, die auf jeden Fall höher ausfallen wird als in der nur wenige Meter entfernten Stadtgrabenstraße. Reiner Heller stellt klar: „Wir wollen damit kein Geld verdienen, sondern dafür sorgen, dass unsere Kunden für die Zeit ihres Einkauf einen kostenlosen Parkplatz haben.“

Der LBV muss zu allen Baumaßnahmen gefragt werden, die bis zu 20 Meter neben einer Bundesstraße geplant sind – die Schranke wird zurzeit 14 Meter neben der Fahrbahn montiert. Wie Matthias Forster, stellvertretender LBV-Leiter in Rendsburg, gegenüber unserer Zeitung sagte, habe die Firma Lidl das Einverständnis seiner Behörde noch nicht erhalten. Sie habe noch nicht einmal den Antrag gestellt. Angesichts der möglichen Rückstaugefahr auf die Bundesstraße 430 (in Fahrtrichtung Ascheberg) ist Forster aber skeptisch, was das Einvernehmen seiner Behörde angeht.

Ein Einschätzung, die Jörg-Thomas Voß, der stellvertretende Leiter des Polizeireviers Plön, sowie der Pressesprecher des Kreises Plön, Henrik Schwinghammer, nach einem Ortstermin am gestrigen Donnerstag teilen: Zwei Pkw oder ein Lkw passen vor die Schranke, nachfolgende Fahrzeuge würden schon im Rückstau auf der Bundesstraße 430 stehen – Auffahrunfälle seien nicht auszuschließen.

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Ein Artikel von
Peter Thoms
Redaktion Ostholsteiner Zeitung/stellv. Ressortleiter

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