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Möltenorter Strand Kleine Ideen gefragt

Wie die Veranstaltungsfläche am Möltenorter Strand zukünftig aussehen wird, weiß aktuell niemand. Nach dem Ortstermin am Donnerstagabend ist nur sicher: Sie wird nicht so groß ausfallen, wie zuletzt vorgesehen.

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Heiße Diskussionen gab es beim Ortstermin am Möltenorter Strand: Die mit dem rot-weiß-markierten Band markierte Fläche sollte befestigt werden. Dagegen protestierten viele Bürger.

Quelle: Andrea Seliger

Heikendorf. Neue Ideen sollen in der Heikendorfer Gemeindevertretung am Mittwoch, 28. September, 19 Uhr, abgestimmt werden.

 „Das ist absoluter Wahnsinn, was da geplant wird“, findet der Heikendorfer Jürgen Taudien. Er ist mit seiner Frau an den Strand gekommen, um mit eigenen Augen zu sehen, worüber zur Zeit im Ort heftig diskutiert wird: Im Zuge der Promenaden-Umgestaltung sollte auch der Bereich um den Kiosk verändert werden. Nicht nur Strandbesucher, sondern auch Flaneure sollten sich zum Kaffeetrinken niederlassen können. Die befestigte Fläche, auf der auch Veranstaltungen stattfinden können, sollte in Form einer Welle gestaltet und vergrößert werden – Stand des letzten Beschlusses der Gemeindevertreter: um 280 Quadratmeter. „Der Strand ist eigentlich jetzt schon zu klein“, so Taudien. Dieser Meinung waren, nach einem Stimmungsbild zu urteilen, die meisten der etwa 60 Bürger beim Ortstermin.

 Was am Strand mit heißen Diskussionen begann, entwickelte sich bei der anschließenden Versammlung im Rathaus aber zu einer konstruktiven Veranstaltung. Planer Dirk Barteldt vom Büro BHF erläuterte zunächst das Gesamtkonzept, mit dem die Promenade modernisiert werden soll. Denn dabei geht es nicht nur um den Kiosk-Bereich, sondern auch um eine neue Platzierung von Sitzbänken, Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und Details wie Leuchten und Mülleimer, optisch ansprechend gestaltet. Kinder sollen sich zukünftig an einem Spielschiff am Strand austoben dürfen.

 Die Kosten dafür bezifferte Bürgermeister Alexander Orth auf etwa 900000 Euro. Etwa 70 Prozent davon könnten allein durch Zuschüsse gedeckt werden, die allerdings demnächst beantragt werden müssten. Der Rest soll über die Kur-und Tourismusabgabe der Gemeinde finanziert werden. „Ich finde die Detailplanung durch aus geschmackvoll“, so ein Bürger. Ein anderer zweifelte, ob die Planung ausreicht, den Fahrrad-Ansturm an heißen Tagen zu bewältigen. Mancher im Publikum gab zu, zum ersten Mal von dem Konzept zu hören, obwohl seit mehr als einem Jahr immer wieder öffentlich dazu beraten wird. Bis es um die Größe der Veranstaltungsfläche ging, hat das Thema kaum Zuhörer angelockt. „Ich finde es toll, dass heute so viele da sind“, sagt der Bürgermeister deshalb. In Sachen Strand blieb das Publikum allerdings bei seiner Meinung: „Es sind einige gute Elemente dabei, auch die Öffnung des Zauns. Was ich nicht gut finde ist die Idee, die Veranstaltungsfläche zu vergrößern“, erklärte einer.

 Diese Nachricht ist bei den Ortspolitikern angekommen. „Die allgemeine Meinung ist offenbar: Small is beautiful“, stellte Orth fest. Er selbst machte einen Vorschlag mit mobilen Elementen, die nur bei Bedarf die befestigte Fläche vergrößern, und stellte die Frage, ob man auf eine Trennung von Gastronomie und Strand verzichten könnte. Harald Kohrt (CDU) schlug eine andere Form der Fläche vor, die weniger Strand verbraucht. Uwe König vom Ortsmarketingbeirat wiederum wollte die ursprüngliche Wellenform beibehalten, nur kleiner.

 Nun sind die politischen Gruppierungen gefragt: Sie sollen ihre Ideen bis zur Gemeindevertretung einbringen.

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Andrea Seliger

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