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Tierisches Tanzvergnügen

Dogdance in Preetz Tierisches Tanzvergnügen

An Hundefrisöre und Hundepensionen sind wir längst gewöhnt. Sogar Hotelübernachtungen speziell für Gäste mit Hund sind schon erfunden. Aber dass Hunde tanzen? Beim Rally Dogdance Turnier in der Preetzer Feldmark stellten die Tiere unter Beweis, dass sie es können.

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Schöne Bilder und flüssige Bewegungen: Annette Seidel-Mißfeldt und Pepsi gewannen in ihrer Gruppe souverän mit ihrem tierischen Ausdruckstanz.

Quelle: dsn

Preetz. Müssen diese Hunde nicht Spezialzüchtungen sein? Müssen es nicht: „Jeder Hund, der Kekse frisst, kann das“, sagt Katharina Henf. Die Hundelehrerin aus Martensrade organisierte am Sonntag in der Preetzer Feldmark das „2. Rally Dogdance Turnier Nord“.

 32 zum Motto Halloween kostümierte Zweibeiner bitten ihre Möpse und Collies zum Tanz über den Parcours. Die Stationen heißen Twist links, Slalom Change oder Around kehrt! Die „Beginner“ fangen an, wagen sich zum Teil ohne musikalische Begleitung auf die Strecke. Einige haben seit Wochen auf diesen Tag hin trainiert, am besten Siegerin Monika Lukas aus Rendsburg mit ihrer dreijährigen Colli-Hündin Ronja.

 Aber auch Hütehunde sind mitunter vergesslich und kommen hier aus dem Takt. Jetzt zeigt sich, was Hundelehrerin Henf mit den Keksen meinte: Mit einem Leckerli lässt sich beinah jeder Tanzmuffel wieder in die Bahn bringen. Bei der Bewertung durch die strenge Jury gibt das allerdings Abzüge. Sogar Fortgeschrittenen passiert schon mal ein Missgeschick. Elena Kunde liefert eine überragende Choreografie: ganz in Schwarz, das Gesicht gespentisch weiß geschminkt, treibt sie ihren vierbeinigen Partner Chip tänzerisch und mit der Eleganz einer Dompteuse durch die 16 Stationen. Eine Bewegung aus dem Handgelenk genügt der geborenen Moskauerin: Chip macht Männchen, dreht Pirouetten, läuft durch ihre ausgestellten Beine.

 Aber kurz vor dem Ziel hat der Bordercollie anderes im Sinn. Er bleibt stehen, schnüffelt in eine Ecke des Parcours, die Musik läuft weiter. „War mein Fehler“, räumt die erfahrene Hundelehrerin hinterher ein. „Ich hatte da sein Spielzeug versteckt, als Belohung, das wusste er.“ Die beiden gewinnen trotzdem in ihrer Startgruppe, ebenso Vera Setza aus Nordfriesland mit Kimmy bei den Senioren. Die höchste Startklasse ist das Revier der Lokalmatadorin. Katharina Henf ist mit Hündin Sally (noch ein Bordercollie) konkurrenzlos. Seit 18 Jahren betreibt sie Dogdance, ist seit 2007 selbstständige Hundelehrerin. Sie weiß, was die Tiere brauchen: „Es muss nicht immer ein echtes Leckerli sein. Ein Hinweis wie etwa ein Signalwort auf eine spätere Belohnung genügt.“

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