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Neue Apartments für Hohwacht

Dünenweg Neue Apartments für Hohwacht

Das Ortsbild am zentralen Hohwachter Ostseestrand dürfte sich in absehbarer Zeit verändern. Die Gemeinde hat den Bau von vier Gebäuden mit Ferienapartments auf den Weg gebracht. Die Häuserzeile entsteht zwischen dem großen Parkplatz und dem Strandwall am Dünenweg.

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Hinter dem Strandwall in Hohwacht liegt eines der letzten unbebauten Grundstücke mit Ostseeblick. Ein Investor plant den Bau von vier Blöcken mit Ferienapartments im Anschluss an den Parkplatz.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Hohwacht. Nicht alle Gemeindevertreter zeigten sich am Mittwoch glücklich über die Neubauten. Karin Schöning (WGH) kritisierte die aus ihrer Sicht zu massiven und wuchtigen Baukörper. Sie fürchtet um das Landschaftsbild in Hohwacht. Nur „mit schwerem Herzen“ stimmte Wolfgang Lilienthal (CDU) der Auslegung des Bebauungsplans zu. Er verwies auf einen Vertrag mit dem Investor aus dem Jahr 2004. Dort habe man weitreichende Zugeständnisse für den Bau gemacht. In einem Rechtsstreit könnten daher Millionenforderungen auf Hohwacht zukommen, wenn man das Projekt blockiere. Ähnlich äußerte sie sein Fraktionskollege Volkmar Thiele. „Mein Bauchgefühl sagt mir, dass ich heute eine falsche Entscheidung treffe, aber ich stimme mit Ja.“ Am Ende votierten neun Gemeindevertreter für das Projekt, nur Schöning enthielt sich. In der Gemeindevertretung blieb es zu diesem Thema sachlich. In anderen Runden hätten sich die Ortspolitiker dazu schon einmal „lautstark“ auseinandergesetzt, hieß es am Rande der Sitzung.

Drei Gebäude haben nach dem jetzigen Stand der Planungen eine Höhe von etwas über 13 Metern. Das vierte Gebäude, in dem ein Saal und ein Wellnessbereich untergebracht ist, darf 14,60 Meter hoch werden. Die Apartmenthäuser müssen vom Strandwall einen Abstand von 20 Metern haben. Stadtplaner Torsten Beims nannte die Fläche „eines der letzten noch bebaubaren Sahne-Grundstücke mit Ostseeblick“. Das Projekt dürfte wegen seiner einmaligen Lage den Tourismus in dem Ferienort weiter ankurbeln.

Das genaue Aussehen der Apartments und die Anzahl steht noch nicht fest. Man sei noch in Gesprächen mit dem Investor, so Bürgermeister Matthias Potrafky. Die Bürger und die Träger öffentlicher Belange können nun ihre Meinung zu den Plänen sagen.

Auf die Besitzer von nicht genehmigten Ferienhäusern in der Siedlung am Kranichring könnte ziemlich großer Ärger zukommen. Ihnen droht, dass sie ihre Objekte nicht mehr vermieten können. Das Gebiet Holtkoppel ist ursprünglich als reines Wohngebiet ausgewiesen worden. In Laufe der Jahre entstanden allerdings auch Ferienhäuser, zum Teil ohne Rücksprache mit dem Kreisbauamt. Nach einem Gerichtsurteil ist das nicht mehr zulässig. Die Gemeinde muss ihren Bebauungsplan nun anpassen. Der sieht vor, dass eine Feriennutzung nur noch „untergeordnet“ stattfinden darf. Beispiel: In einem Haus mit vier Wohnungen, dürfen nur noch zwei an Urlauber vermietet werden. Ausgenommen davon sind Objekte, die ordnungsgemäß als Ferienobjekt geführt sind und Bestandsschutz genießen.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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