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Aus Neugierde wurde Engagement

Ehrennadel Aus Neugierde wurde Engagement

Sanitätsdienst. Katastrophenschutz. Wasserrettung. Jugendarbeit. Björn Bargholz ist schon lange unter dem Dach des Arbeiter-Samariter-Bunds (ASB) ehrenamtlich aktiv – und das mit erst 32 Jahren. Deshalb erhielt er jetzt von Ministerpräsident Torsten Albig die Ehrennadel des Landes.

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Björn Bargholz ist seit seiner Kindheit beim Arbeiter-Samariter-Bund. Er hilft im Katastrophenschutz, in der Wasserrettung und in der Jugendarbeit.

Quelle: Andrea Seliger

Schönkirchen. Der Einstieg in den ASB kam bereits mit elf Jahren und aus Neugierde: Bargholz’ Elternhaus steht schräg gegenüber des Schönkirchener Stützpunktes, außerdem kannte er jemanden aus der Jugendgruppe. „Beim ersten Erste-Hilfe-Wettbewerb wurden wir Letzter“, erinnert er sich – aber das änderte sich in den folgenden Jahren. Mehrfach erreichte die Jugendgruppe Spitzenplätze, zuerst mit Bargholz nur als Teilnehmer, später auch als Leiter. Seit 2006 ist er auch im Landesjugendvorstand. 2012 organisierte er sogar den Bundeswettbewerb mit.

 „Irgendwann schlich sich das ein, dass ich mehr wollte“, meint Bargholz. Und er tat mehr: Bereits mit 16 Jahren machte der Schönkirchener die Fortbildung zum Sanitätshelfer, später zum Rettungssanitäter. Regelmäßig fährt er in Kiel Rettungsdienste. Statt zur Bundeswehr zu gehen, verpflichtete er sich zu sechs Jahren Katastrophenschutz als Sanitäter bei der Schönkirchener Einheit des ASB.

 „Mein erster großer Einsatz war 2002 in Sachsen“, erinnert er sich und berichtet von der Dankbarkeit der Menschen dort, die froh waren, dass ihnen jemand half. Auch nach seiner Pflichtzeit blieb er dabei und ist heute stellvertretender Leiter der Schönkirchener Einheit, die auch die neue Schnelle Einsatzgruppe des Kreises stellt. Und am Steiner Strand sorgt der ASB für die Wasserrettungsmannschaft – mit Björn Bargholz.

 Einen Beruf hat der Schönkirchener natürlich auch: Als Straßenbaumeister ist er zurzeit auf der A7 im Einsatz, und „es kann abends schon mal später werden“. Und auch wenn dies grundverschieden scheint zu seinem ehrenamtlichen Engagement, so gebe es doch Ähnlichkeiten, meint Bargholz: Darin, dass er Verantwortung für die Sicherheit von Menschen trage, ob die Kollegen auf der Autobahn oder im Rettungseinsatz.

 „Viele sagen: Fußball ist ein Teamsport. Das hier ist auch Teamsport“, sagt Bargholz über seinen Einsatz und findet: „Man lernt fürs Leben.“ Und es gehe ja nicht immer nur ums „Blaulichtfahren“. Bei Krankentransporten käme man oft mit den älteren Damen oder Herren ins Gespräch: „Es gibt so viel, was die einem erzählen können. Der Kontakt mit den Menschen macht Spaß.“

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