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Ein Mammut als Spielkamerad

Eiszeitmuseum Lütjenburg Ein Mammut als Spielkamerad

Es ist zwar nur eine Rutsche, aber sie verfügt über ein Alleinstellungsmerkmal. Es ist die einzige in Form und Ausmaß eines Mammuts. Mit dem ungewöhnlichen Spielgerät will das Eiszeitmuseum in Lütjenburg auch die kleinen Besucher ansprechen.

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Die Kleinen des benachbarten Waldkindergartens Zwergenland erobern das Mammut vor dem Eiszeitmuseum in Lütjenburg. Die ungewöhnliche Rutsche entspricht den Originalmaßen eines Wollhaarmammuts.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Lütjenburg. Der Vorsitzende des Museumsvereins, Stefan Leyk, und Museumsleiter Christian Russok sind stolz auf die Mammut-Konstruktion, die immerhin 17400 Euro gekostet hat. Davon stammen 8000 Euro aus Mitteln der Aktivregion. Mit einer Höhe von 3,50 Meter und einer Länge von 6,50 Meter ist es so groß wie seine natürlichen Vorbilder, die noch bis vor 12000 Jahren zwischen Nord- und Ostsee durch die Tundren stapften. Als das Klima wärmer wurde, wanderten die Wollhaar-Mammuts dem Eis hinterher, bis sie vor 3700 Jahren endgültig ausstarben. Ein Opfer des Klimawandels.

 Eine Tafel neben der Mammut-Rutsche erklärt demnächst die Geschichte der Tierart. Das Museum lässt die Umgebung des Geräts zusätzlich mit Arten bepflanzen, die aus dem Lebensraum der Tundra stammen. Niemand muss sich Sorgen machen, dass das Spielgerät wenig genutzt wird. Nur wenige Schritte vom Eiszeitmuseum entfernt ist das Basislager des Waldkindergartens. Die Kinder haben sich schon mit ihrem neuen Spielkameraden angefreundet.

 Unklar ist, welchen Namen das Mammut bekommt. Das Museum will dafür Vorschläge in Kindergärten und Schulen sammeln. Die Einrichtung leistet sich nur einmal im Jahr eine große Investition wie die Rutsche – bezahlt aus den Überschüssen der Eintrittsgelder. Aber wie soll das Museum in zehn Jahren aussehen? Leyk und Russok wollen im Oktober die Öffentlichkeit zu einem Workshop einladen, in dem Ideen gesammelt werden.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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