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Einbrecher verwüsten Rathaus

Lütjenburg Einbrecher verwüsten Rathaus

Auf diese Besucher hätte das Lütjenburger Rathaus gerne verzichtet. Einbrecher suchten am Wochenende die Stadtverwaltung heim und verwüsteten sämtliche Büros. Wie so oft bei Einbrüchen in öffentliche Einrichtungen: Die Beute fällt nur gering aus, der Schaden liegt hingegen bei mindestens 15000 Euro.

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Bürgermeister Dirk Sohn schaut in den geplünderten Sicherheitsschrank in seinem Büro. Die Einbrecher im Rathaus warfen Unterlagen und Utensilien auf den Fußboden.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Lütjenburg. Bürgermeister Dirk Sohn geht mit einem Kopfschütteln durch die Flure und schaut sich die Randale an. „Wir sind geplättet“, beschreibt er die Stimmung unter den Mitarbeitern im Rathaus. Ausnahmslos jede Bürotür brachen die Täter mit Brachialgewalt auf und zerstörten dabei Schlösser und Zargen. Selbst die historische Tür zum Vorzimmer des Bürgermeisters aus massivem Holz und mit einem starken Schloss gesichert hielt die Einbrecher nicht auf.

 Die Spur der Verwüstung zieht sich durch das ganze Haus. Selbst ins Stadtarchiv auf dem Dachboden drangen die Unbekannten gewaltsam vor. Beließen es dort aber bei nur einem geknackten Metallschrank. Mit dem ausgedienten Büromaterial und alten Stempeln darin konnten sie allerdings nichts anfangen und ließen es liegen. Auch die historischen Akten und Dokumente zur Stadtgeschichte blieben unberührt.

 Die Täter stiegen durch ein ebenerdiges Fenster vom Hof des Rathauses in das Gebäude ein. Vom Zimmer des Stadtpädagogen aus begannen sie ihren Zug durch die Verwaltung. Nach Angaben von Bürgermeister Sohn erbeuteten sie dabei aber nur einen geringen Bargeldbetrag aus einer Kasse, bevor sie verschwanden.

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 Die Täter gingen dabei offenbar stümperhaft und unkoordiniert vor. Kameras und einen neuen PC in Originalverpackung ließen sie zurück, ebenso wie 200 Euro in bar in einer Handkasse des Bürgermeisters. Gesehen hatten sie es zumindest. Die 50-Euro-Scheine fand Sohn auf dem Fußboden seines Büros. Warum sie das Geld nicht mitnahmen, ist ein Rätsel. Entwarnung für die Lütjenburger Schützen-Totengilde von 1719. Ihr Königsschmuck aus Silber, der im Eingang des Rathauses verwahrt ist, blieb unangetastet.

 Der Tatzeitraum lässt sich genau eingrenzen. Am Sonnabend verließ die letzte Person gegen 18 Uhr das bis dahin unversehrte Rathaus. Mitarbeiter der Stadtwerke entdeckten am Montag gegen 7 Uhr den Einbruch. Wahrscheinlich in der Nacht zu Sonntag kamen die ungebetenen Gäste.

 Bürgermeister Sohn setzte eine Belohnung von 1000 Euro aus für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen. Zeugen können sich unter Tel. 04381/906331 bei der Lütjenburger Polizei melden.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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