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Fargauer Kirche vorerst Sperrgebiet

Einsturzgefahr Fargauer Kirche vorerst Sperrgebiet

Die Fargauer Kirche und der hintere Teil des Friedhofs sind ab sofort gesperrt. Grund ist die völlig marode Unterkonstruktion der einsturzgefährdeten Kirchturmspitze.

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Wegen des baufälligen Kirchturms sind die Fargauer Kirche und der hintere Teil des Friedhofs aus Sicherheitsgründen vorerst gesperrt. „Diese Entwicklung kommt auch für uns überraschend“, so Selents Pastor Timo von Somogyi-Erdödy.

Quelle: Christoph Kuhl

Fargau. „Das trifft uns völlig unerwartet, da diese Entwicklung nicht abzusehen war“, erklärte gestern Pastor Timo von Somogyi-Erdödy von der evangelischen Kirchengemeinde Selent, die für das Fargauer Gotteshaus verantwortlich ist.

 Der Vorplatz der 1952 gebauten weißen Kirche und der dahinter liegende Friedhofsbereich sind mit Trassierband bereits abgesperrt. Hinweisschilder sollen an den verschiedenen Eingangsbereichen noch folgen. „Die Absperrung sollte wirklich von allen Friedhofsbesuchern dringend beachtet werden“, appelliert der Selenter Pastor.

 Bei Reparaturarbeiten sollte jetzt eigentlich nur die erneuerte Kirchturmspitze wieder angebracht werden. Das prägnante Kreuz auf einer Kugel war Anfang des Jahres durch einen Sturm stark beschädigt worden. „Leider wurde nun festgestellt, dass die unterhalb der Kupfereinfassung vorhandene Holzkonstruktion des Turmhelms erheblich baufälliger ist als zunächst angenommen“, berichtete von Somogyi-Erdödy. Nach Rücksprache mit Architekt und Statiker wurde die Fargauer Kirche daraufhin sofort gesperrt. Die Turmspitze muss nun umfassend saniert werden.

 Eine erste Kostenschätzung wird das Kieler Architekturbüro Schwinghammer, das bereits die Sanierung der Selenter Kirche planerisch begleitet hatte, demnächst vorlegen. „Das wird sicher keine einfache Finanzierung für unsere Kirchengemeinde“, so die Vorab-Einschätzung des Selenter Pastors. Erfreulich sei seinen Angaben zufolge aber, dass die im Sturm beschädigte Kirchturmspitze ein Versicherungsfall ist und damit immerhin rund 80000 Euro als Grundstock zur Verfügung stünden. Gottesdienste und Amtshandlungen wie Taufen, Hochzeiten, Beerdigungen müssen aller Voraussicht nach mindestens bis Ende des Jahres in die Selenter St.-Servatius-Kirche verlegt werden. Da die Kirche in Fargau morgen ohnehin geschlossen gewesen wäre, findet der erste Ausweich-Gottesdienst als Familienkirche am Sonntag, 6. September, um 10.30 Uhr in Selent statt.

 Die 1952 zu Flüchtlingszeiten gebaute Fargauer Kirche – eine weiße Variante in ähnlicher Bauweise steht auf dem Plöner Koppelsberg – war ursprünglich ein katholisch-evangelisches Gotteshaus. In den zurückliegenden gut 63 Jahren war bis auf laufende Reparatur- und Unterhaltungsarbeiten bislang keine größere Sanierung notwendig. Vor einigen Jahren musste lediglich der Glockenstuhl erneuert werden.

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