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Ortsname als Luftbild

Film über Kühren Ortsname als Luftbild

Die Menschen strömen auf den Sportplatz in Kleinkühren. Der Regen allerdings auch. Und so können sich die Einwohner der Gemeinde erst mit einer halben Stunde Verspätung zum Schriftzug „KÜHREN“ aufbauen, um sich für einen Film von oben ablichten zu lassen.

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Mit einer Drohne werden die Einwohner von Kühren von oben fotografiert, während sie auf dem Sportplatz den Schriftzug mit dem Namen der Gemeinde bilden.

Quelle: Nico Komossa

Kühren. Seit Mai dreht Pastor Christoph Pfeifer zusammen mit Jonny Rehder einen Film über die Geschichte der Gemeinde mit ihren drei Ortsteilen Kühren, Kührsdorf und Kleinkühren. Den Grundstock hatte Rehder bereits mit seiner Chronik gelegt. „Es war unsere Idee, dass sich möglichst viele beteiligen“, erzählt er. Und tatsächlich wühlten viele in alten Kartons und blätterten alte Fotoalben durch, um dann vor der Kamera etwas über die Historie zu erzählen.

Foto: Fröhlich winken die Einwohner von Kühren nach oben zur Drohne.

Fröhlich winken die Einwohner von Kühren nach oben zur Drohne.

Quelle: Silke Rönnau

Der Film mit dem Titel „Wir sind Kühren“ soll mit einem Bild der Einwohner enden, die sich zum Gemeinde-Namen aufstellen. Bürgermeisterin Gisela Rinck – sichtlich durchnässt – hat zusammen mit Helfern bereits vorher die Umrisse der Buchstaben auf dem grünen Rasen abgesteckt. „Der Film ist zu 90 Prozent bei schönem Wetter entstanden, und ausgerechnet jetzt haben wir zum ersten Mal Dauerregen“, bedauert Rehder.

Die Gäste warten zunächst in der Sporthalle. Auch dort sind die Buchstaben auf den Boden geklebt worden. „Plan B“, sagt Pastor Pfeifer. Aber er ist optimistisch. „Gleich gibt es ein Regenloch für zehn Minuten“, verkündet er optimistisch. Und tatsächlich hört es kurz darauf auf zu schütten. Alles strömt auf den Sportplatz, Pfeifer gibt Anweisungen. „Beim E fehlen noch welche.“ Dann startet Nico Komossa seine Drohne. Alles blickt nach oben und winkt. Minuten später muss das kleine Fluggerät schon wieder landen: Die nächste dunkle Wolke naht.

Foto: Die Drohne muss schnell landen, weil es wieder anfängt zu regnen.

Die Drohne muss schnell landen, weil es wieder anfängt zu regnen.

Quelle: Silke Rönnau

Im Film geht es um die Entstehung der Gemeinde, um die Menschen, die dort leben, um Ereignisse wie den großen Scheunenbrand in den 60er-Jahren oder die Flüchtlinge, die nach dem Zweiten Weltkrieg im Schloss untergebracht wurden, das später abgerissen wurde. „Ich kann jetzt sagen: Mein Buch ist verfilmt worden“, lacht Rehder. Dann greift er schnell zur Kamera, um die Gruppe auf dem Rasen zu filmen. „Wir sind Kühren“, schallt es auf Kommando herüber.

Geschnitten werden die vielen Clips von Peter Weimann aus Preetz. „Das ist seit 40 Jahren mein Hobby“, berichtet er. Sein früherer Nachbar Jonny Rehder sei eines Tages bei ihm aufgetaucht und habe gesagt, er brauche ein Mikro für Außenaufnahmen. Und dann fügte er nebenbei hinzu, ach ja, man brauche noch einen Cutter. Und so sichtet Weimann nun mehrere Stunden Rohmaterial und sitzt bis nachts am PC. Am 18. November soll der Film im Bugenhagenhaus seine Uraufführung feiern.

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Ein Artikel von
Silke Rönnau
Ostholsteiner Zeitung

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