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Abschied von Wolfgang Schneider

Empfang Abschied von Wolfgang Schneider

Der Preetzer Bürgermeister Wolfgang Schneider hat sich am Sonntag nach 16-jähriger Amtszeit mit einem Empfang von seinen Bürgern verabschiedet. „Er war immer fleißig – und alle, die fleißig waren, sind etwas geworden“, sagt Gerhard Heinze. Der 85-jährige Preetzer hatte Schneider 1973 an der Landespolizeischule Eutin im Rahmen der Ausbildung zum gehobenen Dienst unterrichtet.

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Hans Möller (links) hat die Dahlie „Schusterstadt Preetz“ gezüchtet. Den Strauß überreichte er zusammen mit seinem Sohn Christian (rechts) an Wolfgang Schneider.

Quelle: Silke Rönnau

Preetz. „In der zweiten oder dritten Reihe am Mittelgang hat er gesessen“, kann er sich noch genau erinnern. Und er sei ein guter Schüler gewesen, erklärt der ehemalige Lehrer für politische Bildung. Jahre später habe er sich dann gefreut, als sein ehemaliger Schüler in seiner Funktion als Bürgermeister zur goldenen Hochzeit gratulierte.

 „Er ist Schuld, dass ich Bürgermeister geworden bin“, deutet Schneider auf einen weiteren Gast. Mit Günther Rohs, damals Fraktionsvorsitzender der CDU, sei er jeden Tag mit Zug und Bus nach Kiel gependelt. „Ich habe ihn einfach angesprochen, ob er das machen möchte“, erinnert sich der 76-Jährige. „Wir standen damals gerade im Bus, und ich hätte vor Schreck fast die Haltestange losgelassen“, fügt Schneider hinzu. Es war allerdings nicht ganz einfach, diese Idee auch in der Fraktion durchzusetzen, die damals über den Bewerber abstimmte. Es sei eine knappe Entscheidung mit fünf zu drei Stimmen für Schneider gewesen, verrät Rohs. Aber es habe sich gelohnt: „Er hat unheimlich viel geleistet – auch wenn es nicht ausblieb, dass manches kontrovers diskutiert wurde.“

 Ein Preetzer Ehepaar lobt vor allem, dass der Bürgermeister mit seinem Tischchen einmal im Monat auf dem Markt gestanden habe. Auch sie hätten dort ab und zu ein paar Anregungen weitergegeben. Ins Rathaus wären sie dafür nicht extra gegangen. Jetzt seien sie nur gekommen, „um ihm alles Gute und viel Gesundheit zu wünschen“.

 Er habe tatsächlich in den 16 Jahren seiner Amtszeit nicht eine einzige seiner Bürgersprechstunden auf dem Marktplatz verpasst, erzählt Schneider in seiner kleinen Ansprache. „Am nächsten Tag haben sich die Mitarbeiter vor den E-Mails von mir gefürchtet“, sagt er lachend. Und verrät auch, dass er in seiner Berufslaufbahn fast immer alle vier Jahre gewechselt habe: „Ich habe es vorher noch nie so lange wie jetzt in Preetz ausgehalten.“ Der Zuspruch der Bürger habe ihm in schwierigen Zeiten den Rücken gestärkt. „Glauben Sie mir: Nicht alles, was man hier erlebt, ist vergnügungssteuerpflichtig.“

 Mit einem Blumenstrauß betreten Hans und Christian Möller den Ratssaal. Es sind die Dahlien „Schusterstadt Preetz“ mit einem Farbspiel zwischen Rot und Gelb, die Hans Möller vor einigen Jahren selbst gezüchtet hat. Sie halten lange in der Vase und seien robust und gesund, erklärt er. Das bringt Schneider zum Schmunzeln. „Langlebig, stabil und robust – genau die Eigenschaften, die man als Bürgermeister braucht.“

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Ein Artikel von
Silke Rönnau
Ostholsteiner Zeitung

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