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Endstation für den Unterschlupf?

Blekendorf Endstation für den Unterschlupf?

„Am liebsten soll sie stehen bleiben“, sagt selbst der Blekendorfer Bürgermeister Andreas Köpke. Aber die Tage des alten Buswartehäuschens im Ortsteil Kaköhl sind wohl gezählt. Erneut haben Randalierer Fensterscheiben zerstört. Köpke hält es für nicht mehr vertretbar, die Reparaturen zu bezahlen.

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Eigentlich mag Bürgermeister Andreas Köpke das alte Buswartehäuschen in Kaköhl, das auf dem „Potsdamer Platz“ an der B202 steht. Wegen der teuren Reparaturen möchte er es aber abreißen lassen.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Blekendorf. Köpke ist 58 Jahre alt und so lange er denken kann, steht das Häuschen mit Rundumblick an der Bundesstraße 202. Die älteren Mitbürger kennen den Flecken noch unter der liebevollen Bezeichnung Potsdamer Platz. Und tatsächlich hat das kleine Gebäude etwas vom Charme eines DDR-Grenzpostens. Der Potsdamer Platz dürfte nun sein Gesicht verändern, wenn es nach dem Bürgermeister geht. Mehrere tausend Euro hätten die Zerstörungen in den letzten Jahren gekostet. Nicht nur Fenster gingen zu Bruch, auch die Sitzbänke würden regelmäßig kaputt gemacht. Zudem fällt wilder Müll an. Einmal pro Woche reinigt ein Gemeindearbeiter das Häuschen. „Das reicht schon gar nicht mehr.“ Auch verüben Unbekannte in dem Häuschen ihre Notdurft. Und nicht nur der Vandalismus zwinge die Gemeinde zum Handeln, so Köpke. Die zwei Bushaltestellen an der Bundesstraße müssen bis 2022 barrierefrei zu erreichen sein. Für Menschen im Rollstuhl oder mit Rollator käme daher nur ein Unterstand direkt am Haltepunkt an der Straße und nicht mehr auf dem Potsdamer Platz in der Mitte in Frage.

 Köpke registriert eine zunehmende Zerstörungswut in seiner Gemeinde. Ende Mai zerlegten 20-Jährige ein WC-Gebäude am Sehlendorfer Strand. Sie schlugen Lampen von der Decke und Papiertuchhalter von der Wand. Sie zerkratzten die Tür und hängten sie aus. Schaden: 600 Euro. Besonders schlimm sei es am Strand zu Himmelfahrt gewesen. Betrunkene hätten am DLRG-Wachhaus randaliert. Die Überreste von Grillpartys lagen am Wasser und zwischen den Strandkörben, von denen auch einige zu Bruch gingen.

 Was gegen die zunehmenden Zerstörungen tun? Köpke: „Wenn es um öffentliche Sicherheit geht, ist das Sache der Polizei.“

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
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