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Entwässerung wirft Fragen auf

Laboes Baugebiet Krützkroog Entwässerung wirft Fragen auf

Vor allem aus der Feldstraße und dem Schwanenweg kamen viele Bürger zur Vorstellung des Entwurfs für das Baugebiet Krützkroog in Laboe, von dem einige befürchten, dass wieder ihre Keller „absaufen“ wie beim Starkregen vor 15 Jahren. Ein Bürger begrüßte aber die Bauplätze für junge Familien.

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Der Entwurf für das Baugebiet Krützkroog, den Stadtplaner Kai Gieseler vorstellte, sieht an der Kreisstraße 30 ein Gewerbegebiet und dahinter Platz für 180 Wohneinheiten vor.

Quelle: Thomas Christiansen

Laboe. „Wir sind im Moment ganz am Anfang des Verfahrens“, betonte Wolfgang Griesbach, Abteilungsleiter für die Bauplanung im Amt Probstei. Nach der ersten Vorstellung im Bauausschuss hatte die Gemeinde nun für Dienstagabend zur „frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit“ in die Cafeteria der Grundschule geladen. Zahlreiche Laboer nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen.

 Zuvor erinnerte Griesbach daran, dass der Aufstellungsbeschluss für das Baugebiet am Ortsrand Richtung Brodersdorf bereits vom November 2014 stammt. Inzwischen hat aber der Vorhabenträger gewechselt, nun ist es die Förde Sparkasse. Jetzt beginne der formelle Einstieg in das Planungsverfahren, erläuterte Griesbach. Nach der ersten Beteiligung der Öffentlichkeit werden alle Träger öffentlicher Belange beteiligt, dann werde der Entwurf überarbeitet, bevor er in den Gremien weiter diskutiert werde.

 Stadtplaner Kai Gieseler vom Kieler Büro IPP erläuterte den städtebaulichen Entwurf, der die Erschließung des Baugebiets durch eine neue Straße vorsieht, die von einem neuen Kreisel an der Kreisstraße 30 kommen soll. Direkt an der K30 soll ein Gewerbegebiet entstehen, für das es schon Nachfrage gebe. Das Wohngebiet dahinter biete Platz für 180 Wohneinheiten – Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäuser sowie Geschossbauten, außerdem Grünflächen, einen Spielplatz und eine Kita.

 Neben grundsätzlichen Fragen zum Verfahren, zum Standort der Kita, zur Zufahrt über die Feldstraße und zur Notwendigkeit eines weiteren Spielplatzes wurde von den Nachbarn des neuen Baugebiets vor allem die ausreichende Entwässerung in Frage gestellt. Vor 15 Jahren seien in der Feldstraße und im Schwanenweg „alle Keller abgesoffen“, das dürfe nicht erneut passieren. Griesbach wies daraufhin, dass bei dem Starkregen damals „die halbe Probstei unter Wasser stand“ und die Entwässerung jetzt mit dem Abwasserzweckverband ausreichend beachtet werde. Für das Oberflächenwasser ist an der K30 ein großes Regenrückhaltebecken geplant, erläuterte Gieseler.

 Wilfried Sommer von der Förde Sparkasse erklärte, es gebe bereits großes Interesse an dem Baugebiet. Und ein Bürger meinte am Ende: „Ich bin froh, dass dort ein Baugebiet für junge Leute entsteht.“ Er hoffe nur, dass es auch für Laboer bezahlbar sein werde, dort zu wohnen.chr

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Ein Artikel von
Thomas Christiansen
Ostholsteiner Zeitung

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