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Erdwärme fürs Gesundheitszentrum?

Hohwacht Erdwärme fürs Gesundheitszentrum?

Wie viel Geld lässt sich mit Geothermie (Erdwärme) verdienen, um die Kosten für das geplante Gesundheitszentrum zu verringern? Um diese Fragen drehte sich die Diskussion in der Hohwachter Gemeindevertretung, die sich einstimmig dafür aussprach, die Machbarkeitsstudie umzusetzen.

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Auf dem ehemaligen Schwimmbadgelände in Hohwacht soll das Gesundheitszentrum entstehen.

Quelle: Orly Röhlk

Hohwacht. „Hohwacht hat Sole, nur in welcher Tiefe, und wie viel, das ist die Frage“, erklärte Bürgermeister Matthias Potrafky mit Blick auf den öffentlichen Informationsabend am 4. Februar, als Planer Wolfgang Vogel von der Firma Eku (Kiel) seine im Auftrag Hohwachts und der Stadt Lütjenburg erarbeitete Machbarkeitsstudie vorstellte. Damals erläuterte Geologe Dieter Michalzik, wie berichtet, Möglichkeiten und Vorzüge einer Wärmeversorgung des Gesundheitszentrums sowie weiterer Häuser und Hotels durch Sole. Auf dieser Grundlage will die Gemeinde Eku bitten, ein Ergänzungsangebot zur technischen und wirtschaftlichen Machbarkeit eines Erdwärmenetzes einzubringen. Es sei zu klären, wie viele Wohneinheiten man mit einer Wärmeleistung von einem Megawatt pro Stunde versorgen könne, welche Abnahmemöglichkeiten insbesondere im Sommer bestehen und wer die Trägerschaft übernimmt.

 Laut Potrafky gibt es bereits eine seriöse Anfrage eines Betreibers für das Fernwärmenetz. Ziel sei es, das Gesundheitszentrum CO2-frei zu betreiben. Vor einer Auftragsvergabe will der Bürgermeister die maximalen Fördermöglichkeiten ausloten und die März-Sitzungen der Aktivregion abwarten, die über eine Förderung entscheidet. Bis zu 60 Prozent an Zuschüssen seien möglich.

 Außerdem schlug der Bürgermeister vor, die Marketingagentur M + T (Neumünster) mit dem projektbegleitenden Qualitätsmanagement zu beauftragen. Auch hierfür sei eine Förderung möglich. „Wir brauchen einen Profi, damit das Ganze nicht aus dem Ruder läuft“, so Potrafky.

 Die Ergebnisse seien wichtig für die Bauleitplanung, ob man ein Fernwärmenetz zu berücksichtigen habe oder nicht. Die Einrichtung sei gedacht für gesunde Menschen, die sich einmal untersuchen lassen mögen, nicht für Kranke. Dem Bürgermeister liegen bereits Angebote von einem Arzt und Therapeuten vor, sich einzubringen. Der Schwerpunkt liegt eher auf dem Gesundheitsaspekt denn auf Wellness und basiert auf Zahlen eines Tourismuskonzepts von 2008 und eines Wellnesskonzepts von 2012. Die Machbarkeitsstudie ist im Gemeindebüro einsehbar. Ideen von Bürgern dazu sind willkommen.

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