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Erlebnis-Törns ab der Seebrücke

Schönberg Erlebnis-Törns ab der Seebrücke

Als der Kieler Leuchtturm am Horizont allmählich größer wirkt, bittet Reeder Bernd Klement seinen Vater um Tempo: „Lass mal ein bisschen ruckeln.“ Mit 11,5 Knoten fährt der ehemalige Kutter MS „Langeland I“ nun, ab Juli startet er für den Tourist-Service zu Schönberger Erlebnis-Törns.

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So soll es bald wieder an der Schönberger Seebrücke aussehen – wenn Windstärke und -richtung es zulassen.

Quelle: KN

Schönberg. „Ich freue mich riesig, dass wir endlich wieder Seeverkehr ab der Seebrücke haben“, sagte Schönbergs Bürgermeister Dirk Osbahr während der ersten Testfahrt, zu der die Gemeinde und die Reederei Safety-Ship am Mittwochabend Vermittler von Urlaubsquartieren geladen hatten. Ab dem 5. Juli startet die „Langeland“ von der Seebrücke am Schönberger Strand aus zu Abendfahrten rund um den Kieler Leuchtturm, ab dem 13. Juli auch zu Angelfahrten. Froh, dass „endlich wieder etwas passiert“, ist auch Seebrückenkapitän Jürgen Vorberg.

 Der Weg dahin „war nicht leicht“, meinte Klement. „Wir sind sehr stolz“, erklärte der Reeder, der erst im März den ehemaligen Marine-Kutter „Langeland“ (Baujahr 1943) übernommen hat. Dessen früherer Eigner und Kapitän Gunter Fischer war 2015 gestorben. Zu dem in Heikendorf ansässigen Unternehmen gehören mehrere Schiffe, darunter auch die „Forelle“, deren Reparatur voraussichtlich im August abgeschlossen wird.

 Die Törns ab Schönberger Seebrücke seien als „Erlebnisfahrten“ konzipiert, betonte Klement. Dafür sieht er „viel Potenzial“. Bei Wind aus Nordost ab Stärke vier wie bei der Testfahrt mache das An- und Ablegen an der Seebrücke allerdings Probleme. Dann setzt Klement auf den Ausweichhafen Wendtorf: „Da kommen wir immer rein und raus.“

 Als kleines Geschenk der Gemeinde erhielt Klement ein Liebesschloss, auf dem „Langeland“ steht und ein Schiff aufgemalt ist. „Damit ist die Langeland immer an der Seebrücke“, meinte Osbahr. Klement, der betonte, dass das sein erstes Liebesschloss sei, befestigte es am Donnerstag an der Spitze der Seebrücke, wo schon sehr viele solcher Schlösser hängen. Anschließend warf Cora Brockmann vom Tourist-Service den Schlüssel weg.

 „Die Gäste erwarten, dass an der Seebrücke auch Schiffe fahren. Das konnten wir leider ein Jahr lang nicht bieten“, betonte Brockmann. Früher angebotene Tagesfahrten seien oft nicht ausgebucht gewesen, sagte Klement: „Die Leute wollen nicht den ganzen Tag an Bord sein.“ Jetzt können die Gäste „tagsüber am Strand sein und den Tag abends auf dem Schiff ausklingen lassen“, meinte Brockmann.

 Das konnten die geladenen Gäste jetzt schon einmal testen. Und für kurze Zeit war der alte Kutter sogar mit seiner Höchstgeschwindigkeit von 11,5 Knoten unterwegs. „Mit Rückenwind schaffen wir zwölf Knoten“, meinte Klement. „Mit dem Elbstrom würden wir sogar 14 schaffen“, meinte der Kapitän, sein Vater Bernd Klement.

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Ein Artikel von
Thomas Christiansen
Ostholsteiner Zeitung

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