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Erstaunen über Haltestellen-Ärger

Preetz Erstaunen über Haltestellen-Ärger

Mit Erstaunen hat der Vorsitzende des Vereins „Leben auf der Glindskoppel“ in Preetz, Rüdiger Biel, auf die Proteste gegen ein Buswartehäuschen in der Königsberger Straße reagiert. Über 100 Anwohner hatten sich gegen die Verlegung der Haltestelle ausgesprochen, weil dadurch zwei Parkplätze wegfielen.

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Eine ältere Dame mit Stock, die vorher auf der Bank im Buswartehäuschen gewartet hatte, steigt in den Stadtbus ein.

Quelle: Silke Rönnau

Preetz. Bereits seit 2007 setze sich der Verein auf Anregung von Anwohnern für überdachte Haltestellen ein, berichtete Biel. Die Stadt habe damals ein Buswartehäuschen in der Königsberger Straße aus Kostengründen abgelehnt. „In der Pohnsdorfer Straße sollte eines im Zuge des geplanten Ausbaus aufgestellt werden – was dann ja auch passiert ist.“

 „Wir haben den Wunsch nach einer überdachten Haltestelle in der Königsberger Straße nie aus den Augen verloren“, so der Vereinsvorsitzende. Als er kürzlich erfahren habe, dass beim behindertengerechten Umbau der Haltestelle in der Sudetenstraße/Marienburger Straße das alte Buswartehäuschen durch ein neues ersetzt werden sollte, habe er noch einmal angeregt, es in der Königsberger Straße aufzustellen. Der Verein freue sich, dass das auch geklappt habe.

 Erstaunt sei er auch über die Aussage, dass die Haltestelle dort kaum genutzt werde und ganz abgebaut werden könnte. Er habe ganz andere Erfahrungen gemacht. „Es ist nie an den Verein herangetragen worden, dass die Bushaltestelle dort überflüssig ist“, sagt er. Nun hofft er darauf, dass man beim angekündigten Ortstermin mit Bürgermeister Björn Demmin eine Lösung findet.

 Auch Gerd Dreßler, Gründungsmitglied der Initiative „Leben auf der Glindskoppel“ und Vorstandssprecher von 2002 bis 2008, meldete sich zu Wort. Der Verein habe sehr frühzeitig sowohl die Parkplatzsituation als auch die Anordnung und Ausstattung der Bushaltestellen in öffentlichen Mitgliederversammlungen thematisiert und Vorschläge zur Verbesserung für alle Verkehrsteilnehmer ausgearbeitet.

 „So sind der Behelfsparkplatz gegenüber der Postsee-Hörn und zusätzliche Stellplätze beim Ausbau der Einmündung Königsberger in die Pohnsdorfer Straße entstanden“, betont Dreßler. Ebenso sei – nach anfänglichem Widerstand der Verwaltung – die Haltestelle Ostlandstraße erneuert worden.

 Der jetzige Protest gegen die Aufgabe von zwei Stellplätzen zugunsten eines Buswartehäuschens „erweckt den Verdacht, dass die Bedürfnisse der ÖPNV-Nutzer gegen die der Kraftfahrzeugbesitzer ausgespielt werden sollen“, so Dreßler. Es sei Aufgabe der Verwaltung, geplante Vorhaben im Wohngebiet öffentlich vorzustellen und Anregungen und Kritik anzunehmen.

 Der Verein stehe dafür als Mittler zur Verfügung. Auf diese Weise sei die Idee einer Verkehrsanbindung für Fußgänger und Radfahrer von der Glindskoppel zu den Geschäften an der Kieler Straße geboren und mit dem Bahntunnel realisiert worden. Dies gelte auch für die Umgestaltung des Kreuzungsbereichs Königsberger/Pohnsdorfer Straße und die Verlängerung des Radwegs stadtauswärts in den Kronsredder.

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Ein Artikel von
Silke Rönnau
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Buswartehäuschen in Preetz
Foto: Anlieger der Königsberger Straße protestieren gegen das neue Buswartehäuschen, das auf zwei Stellplätzen errichtet wurde.

Eigentlich wollte die Stadtverwaltung den Anwohnern nur etwas Gutes tun. Und keinen Fahrgast in der Königsberger Straße im Regen stehen lassen. Doch die Verlegung des Buswartehäuschens löste einen Proteststurm aus. Grund: Es fallen zwei Parkplätze weg.

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