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Europa-Pavillon fürs Freizeitgelände

Jugendcamp Lütjenburg Europa-Pavillon fürs Freizeitgelände

Der neue Europa-Pavillon auf dem Freizeitgelände in Lütjenburg ähnelt auf den ersten Blick einem Ufo. Das gewaltige Dach ruht auf neun großen Eichenpfählen. Das Richtfest der Konstruktion war gleichzeitig der Abschied für junge Deutsche, Franzosen und Esten eines Jugendcamps.

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Das Lütjenburger Jugendcamp 2016 geht zu Ende. Die Jugendlichen aus Deutschland, Frankreich und Estland feiern Richtfest für den neuen Europa-Pavillon auf dem Freizeitgelände.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Lütjenburg. Die Jungen und Mädchen hinterließen Spuren am Pavillon. Die Lütjenburger und ihre Gäste aus den Patenstädten Rakvere (Estland) und Bain-de-Bretagne (Frankreich) schnitzten Symbole aus ihrer Heimat in die Eichensäulen. Auf dem mittleren Pfahl, der sinnbildhaft das ganze Konstrukt am stärksten trägt, schrieben die 15 Jugendlichen ein Bekenntnis zur Demokratie und zu ihren Herkunftsländern. Die Franzosen wählten den Schlachtruf der Revolution von 1789: Liberté, Égalité, Fraternité. Die Esten suchten sich einen Satz aus, der übersetzt in etwa bedeutet: Unsere Religion ist unsere Freiheit. Die Deutschen setzten auf „Einigkeit und Recht und Freiheit“ aus der Nationalhymne.

 26000 Euro ließ sich die Stadt Lütjenburg das Jugendcamp und den Europa-Pavillon kosten. Bürgermeister Dirk Sohn dankte der Stadtvertretung, die die Summe bewilligt hatte, auch wenn die erhofften EU-Zuschüsse ausgeblieben waren. Er lobte die Stimmung im Jugendcamp als „tolle Völkerverständigung“. „Wenn das alle täten, hätte die Welt das eine oder andere Problem weniger.“ Und tatsächlich haben sich unter den Teilnehmern in den vergangenen 14 Tagen zwei Pärchen gefunden, die somit der deutsch-französischen Freundschaft eine ganz besondere Note verliehen. Zu den schmerzhaften Besonderheiten gehörten auch kleine Verletzungen, wie Stadtdezernent und Organisator Stefan Leyk berichtete. Ein Mädchen erlitt eine kleine Zerrung beim Basketballspiel. Ein junger Franzose humpelte nur noch nach einem Fußballspiel. „Aber alles nichts Ernstes.“

Das Richtfest offenbarte eine Seite Estlands, die in Deutschland kaum bekannt ist: die Liebe zu Musik, Gesang und Tanz. Die jungen Esten traten mit Volksliedern (teilweise mehrstimmig) und Tänzen auf. Mit großen Beifall dankte das Publikum für die Musikalität der Gäste aus Estland.

 Der Pavillon ist das erste Gebäude auf dem neuen Freizeitgelände. Es steht nach seiner Fertigstellung der Öffentlichkeit zur Verfügung. Daneben plant die Stadt, einen Grill zu bauen. Unter dem Schutzdach finden gleichzeitig rund 50 Menschen bequem einen Platz.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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