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Sand wird umgeschichtet

Wendtorf/Schönberg Sand wird umgeschichtet

Was in der Fahrrinne zur Marina Wendtorf zu viel war, ist in Stein und Schönberg zu wenig – Sand. Ein Teil des ausgebaggerten Sandes diente bereits zur Verstärkung des Strandes in Stein, der Rest wartet noch im Depot.

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Aus der Fahrrinne für die Strände: „Camilla“ baggert vor Wendtorf.

Quelle: Thomas Christiansen

Wendtorf/Stein. Rund 16000 Kubikmeter Sand hat das dänische Baggerschiff „Camilla“ aus der Fahrrinne geholt. „Jetzt kann da jeder rein- und rausfahren“, versichert Hafenbetreiber Henning Eberhardt, Geschäftsführer von Ship-Shape. Nach seinen Angaben ist die Rinne jetzt 3,50 Meter tief und 25 bis 30 Meter breit.

 Durch eine Rohrleitung wurde Sand aus der Fahrrinne bis nach Stein in die Nähe der Mole gespült. „Das war dort richtig ausgespült, da war teilweise kein Strand mehr“, sagt Eberhardt. Jetzt sei der Strand dort bis zu eineinhalb Meter höher. Der restliche Sand aus der Fahrrinne wurde vom Baggerschiff zunächst in ein Depot am Rand gelegt, „damit wir nicht die Rinne blockieren“, erklärt Eberhardt. Stein soll noch mehr Sand erhalten, um die Auskolkungen direkt an der Mole wieder aufzufüllen. In Stein wird auch der Sand deponiert, den Schönberg demnächst erhalten soll.

 Schönbergs Bürgermeister Dirk Osbahr möchte die Arbeiten in seiner Gemeinde „so schnell wie möglich“ starten: „Eigentlich wollen wir bis zum 1. Mai fertig sein.“ Der im Januar beim Landesbetrieb Küstenschutz gestellte Antrag sei aber leider erst vor wenigen Tagen genehmigt worden, jetzt laufen die Anfragen bei Fuhrunternehmen. „Ich hoffe, dass wir bis Mitte nächster Woche Klarheit haben“, sagt Osbahr. Im vergangenen Jahr war die Genehmigung noch später gekommen. Weil außerdem das Schiff, das den Sand direkt vorspülen sollte, zur Reparatur musste, konnten einige Strandkörbe erst sehr spät aufgestellt werden.

 Bereits im vergangenen Jahr kam der Sand zur Auffüllung der Schönberger Strände erstmals nicht mehr aus den eigenen Buhnen, sondern von dort zurück, wohin er verdriftet worden ist. „Das machen wir jetzt jedes Jahr so“, erklärt Eberhardt. Deshalb hat er auch eine neue Pumpe angeschafft, die den Sand an die Küste spülen kann. Nächstes Jahr soll eventuell auch der zum Teil sehr steinig gewordene Strand vor Wendtorf neuen Sand erhalten.

 Die Arbeiten im Hafen von Wendtorf sieht Eberhardt gut im Plan: „Wir haben alle Stege abgerissen und neue gebaut. Im Moment laufen nur noch Restarbeiten.“ Neu ist ein Hochwasserschutz: „Die Stege können nicht mehr untergehen, sie heben sich ab einem bestimmten Wasserstand und schwimmen dann auf, sodass die Schiffe weiterhin erreichbar bleiben“, erklärt Eberhardt. Vorbereitet wird auch bereits der Bau eines neuen Hafenmeisterbüros. Die Plattform dafür ist schon da, der Baubeginn aber noch unklar. Jetzt soll noch die Hafenkante repariert werden, danach ist der Weg an der Reihe.

 Anfang des Jahres hatte Eberhardt angekündigt, dass hier in zwei Jahren die modernste Marina Norddeutschlands fertig sein soll. Wie berichtet, hat Investor Sven Hollesen die ersten neuen Häuser fertiggestellt, die Gemeinde plant den Bau der neuen Promenade.

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Ein Artikel von
Thomas Christiansen
Ostholsteiner Zeitung

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