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Schmoeler Hexenstein in Vollendungsphase

Feuer entfacht Schmoeler Hexenstein in Vollendungsphase

"Feuer verwandelt" ist der Titel der in diesen Tagen laufenden Aktion, mit der das Projekt "Hexenstein Schmoel" in der Gemeinde Schwartbuck seiner Vollendung einen gewaltigen Schritt näherkommt. Die rund 1200 Tonziegel, aus denen das Gewölbe gebaut ist, werden durch ein Feuer im Innern gebrannt.

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Jan Koberstein (links) und Hilmar Bieger bringen den Brennprozess im Hexenstein in Gang. Das Feuer soll an die Scheiterhaufen erinnern, die 1686 wahrscheinlich in unmittelbarer Nähe brannten.

Quelle: Sandra Brinkmann

Schwartbuck. Der über drei Meter hohe Schmoeler Hexenstein an der B502 zwischen Lütjenburg und Schönberg erinnert an Hexenverbrennungen im 17.Jahrhundert im Bereich des Gutes Schmoel. Nach der Idee und unter Bauleitung des Giekauer Bildhauers Jan Koberstein war das Projekt mit einem Kreis von Helfern kontinuierlich gewachsen - in einer sieben Jahre langen "Denk-, Spür- und Bauzeit". Bereits 2011 hatte die Gemeinde das Grundstück für das Projekt gekauft. Der Hexenstein ist eine Art Denkmal. Vor allem will Koberstein damit sowohl Opfer als auch Täter "erlösen" und einen Ort der Aussöhnung schaffen.

Mittwoch um 11.39 Uhr hatten Jan Koberstein, Hilmar Bieger und andere Projekt-Helfer die Feuerstellen im Hexenstein angezündet. Das Gebilde aus bislang ungebrannten Ziegeln war für den nun anstehenden Trocknungsprozess mit einer Hülle aus Papier und Tonschlicker versehen worden. Sie soll dafür sorgen, dass sich die Wärme gleichmäßig verteilt.

Zehn Kubikmeter Holz lagern auf dem Hexenstein-Gelände, damit der Ofen im Gebilde-Inneren in den nächsten Tagen ausreichend "gefüttert" werden kann. Nach anfänglich kleinem Feuer soll die Temperatur langsam gesteigert werden. Im besten Fall frisst das Feuer die Hülle allmählich auf und das glühende Gemäuer kommt zum Vorschein.

Sonntag, 25. Juni, 20.17 Uhr, will Jan Koberstein die letzten Scheite auflegen. Ein Programm mit Spaziertouren auf den Spuren der Hexenverfolgung, Erzählungen aus der Geschichte, Musik von Allerley, einer "spirituellen Liedernacht" begleitet die Brandtage: www.hexenstein-schmoel.de

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Sandra Brinkmann
Redaktion Ostholsteiner Zeitung

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