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Laboe: Streit mit Feuerwehr geschlichtet

Gespräch mit Bürgermeisterin Laboe: Streit mit Feuerwehr geschlichtet

Zu den für Freitag angekündigten Austritten von 31 der 51 aktiven Mitglieder der Feuerwehr Laboe wird es nicht kommen. Das erklärte Wehrführer Kurt Jahn nach einem Gespräch, zu dem Bürgermeisterin Ulrike Mordhorst den Feuerwehrvorstand für den Vorabend eingeladen hatte.

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Wehrführer Kurt Jahn und Bürgermeisterin Ulrike Mordhorst haben regelmäßige Gespräche zwischen der Feuerwehr und der Gemeinde vereinbart.

Quelle: Thomas Christiansen

Laboe. Es würden zwar weiterhin „in Detailfragen unterschiedliche rechtliche Bewertungen“ bestehen, sagte Mordhorst am Freitag, das Gespräch am Donnerstagabend sei aber „sehr sachlich und konstruktiv“ gewesen und man verfolge jetzt gemeinsam das Ziel, die Kommunikation und die Abläufe zu optimieren. Man wolle nach vorn schauen und mit gegenseitigem Vertrauen und Respekt zusammenarbeiten. Künftig soll es regelmäßig jeden Monat Gespräche über aktuelle Themen geben.

In der Sitzung der Gemeindevertretung am Mittwoch, 1. Juni, war es zum Eklat gekommen. Nachdem die Bürgermeisterin auf eine Frage seitens der Feuerwehr nicht reagiert hatte, hatten zwölf Feuerwehrleute demonstrativ die Sitzung verlassen. Im Anschluss an eine Sitzung der Wehr am Abend nach dem Eklat hatten 31 der 51 aktiven Mitglieder ihren Austritt aus der Wehr für diesen Freitag angekündigt, falls die Bürgermeisterin nicht vorher noch das Gespräch mit der Feuerwehr suche. Außerdem hatte Wehrführer Kurt Jahn erklärt, dass die Wehr sich nicht an dem Blaulichttag am Sonnabend, 11. Juni, beteiligen werde.

Das sei nun so kurzfristig nicht mehr zu ändern, sagte Jahn am Freitag. Zumindest einige Feuerwehrleute würden aber eventuell doch noch am Blaulichttag teilnehmen. Jahn hatte nach dem Gespräch am Donnerstagabend, an dem auch der stellvertretende Kreiswehrführer, ein Vertreter des Kreises und der Amtsvorsteher teilnahmen, umgehend alle Mitglieder der Wehr informiert. Mehr sollten die Feuerwehrleute noch am Freitagabend beim ohnehin geplanten Grillen der Wehr erfahren, zu dem Jahn die Bürgermeisterin eingeladen hat.

Zu der Entspannung des Verhältnisses war es gekommen, nachdem Mordhorst am Dienstag in einer sieben Seiten langen Stellungnahme auf die Proteste der Feuerwehr eingegangen war und den Vorstand zum Gespräch eingeladen hatte. In der Stellungnahme hatte Mordhorst bedauert, dass „der Eindruck einer Geringschätzung“ entstanden sei. „Ich hätte anders reagieren müssen“, erklärt sie darin.

Jahn betonte am Freitag, dass „wir nicht unrecht gehandelt haben“. Wie berichtet, beruft sich die Wehr im Streit um Spendenquittungen und Gebührenerlass auf Absprachen mit dem früheren Bürgermeister. Mordhorst sagte jetzt zu, den Fall im Hinblick auf möglicherweise gerechtfertigte „gemeindliche Interessen“ erneut zu prüfen. Die Feuerwehr verpflichtete sich, in ähnlichen Fällen künftig vorher die Bürgermeisterin zu informieren. Den stellvertretenden Wehrführer, gegen den ein Disziplinarverfahren läuft, will Mordhorst zum Gespräch einladen, „um möglichst schnell das Verfahren zu beenden“.

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Ein Artikel von
Thomas Christiansen
Ostholsteiner Zeitung

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