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Flüchtlinge stehen ihren Mann

Feuerwehr Kalübbe Flüchtlinge stehen ihren Mann

Die Kalübber Wehr erfüllt derzeit eine weitere wichtige Aufgabe. Mit Faisal al Kador und Abdul Kareem al Mohammad integrieren die stets einsatzbereiten Blauröcke zwei syrische Flüchtlinge, die seit einem Jahr in dem Dorf leben.

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Kalübbes Wehrführer Frank Schnathmeier (rechts) erklärt Faisal al Kador und Abdul Kareem al Mohammad den Umgang mit Schlauch, Kupplung und Spritze.

Quelle: Dirk Schneider

Kalübbe. „Faisal und Kareem nehmen sehr aktiv an den verschiedenen Veranstaltungen in unserer Gemeinde teil und engagieren sich dabei auch als Helfer“, erzählt Wehrführer Frank Schnathmeier. Vor zwei Monaten sei man auf die Idee gekommen, die Neu-Kalübber für die Wehr anzuwerben. Die ersten beiden Dienstabende nutzten die Feuerwehrmannanwärter, um erste Eindrücke zu sammeln und das eine oder andere Gerät auszuprobieren.

 Am Donnerstagabend zogen nun die Ausbilder alle Register und organisierten für die insgesamt 40 Mann starke Truppe eine umfangreiche Übung mit Löschangriff. Die Neuzugänge konnten dabei an verschiedenen Stationen ihren Mann stehen. Auf dem Lehrplan standen unter anderem das Ausrollen und Verkuppeln von Schläuchen, Weichen und Strahlrohr sowie natürlich das eigentliche Löschen. Unter Schnathmeiers Anleitung hatten al Kador und al Mohammad kaum Probleme, den fiktiven Brandherd zu bekämpfen – wobei die Tragkraftspritze, die das Wasser aus dem Löschteich fördern sollte, das Vorhaben wegen eines verstopften Ansaugrohres nicht erleichterte. Schnathmeier nutzte die einminütige Zwangspause, um noch einmal die Kurzbefehle wie „Wasser marsch!“, „Wasser halt!“ und „Über die Wiese, vor!“ zu erläutern.

 Für die beiden Syrer ist dieser direkte Kontakt und der damit verbundene „Sprachunterricht“ ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung. „Das ist eine gute Möglichkeit für uns, Deutsch zu lernen“, sagt Faisal al Kador. Der studierte Betriebswirt macht aktuell ein Praktikum im Wankendorfer Seniorenheim. Abdul Kareem al Mohammad, der in Syrien LKW-Fahrer und Lokführer war, wartet auf seine Papiere und hofft, in seinem alten Beruf arbeiten zu können. Allerdings bräuchte er dafür einen deutschen Führerschein. „Das wäre für uns ein doppelter Gewinn“, so Schnathmeier mit Blick auf die großen Feuerwehrfahrzeuge.

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