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Feuerwehr sucht neues Zuhause

Raisdorf Feuerwehr sucht neues Zuhause

Eine schwierige Entscheidung steht den Kommunalpolitikern in Schwentinental bevor. Die Feuerwehr Raisdorf braucht ein neues Gerätehaus – doch die Stadt hat offenbar keine Möglichkeit, eine Fläche an gewünschter Stelle zu erwerben.

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Einsatz der Feuerwehr Raisdorf in Schwentinental: Für das Fahrzeug mit der Drehleiter ist das enge Haus und die Auffahrt auf die Bahnhofstraße schwierig.

Quelle: Andrea Seliger

Schwentinental. Im Frühjahr schien noch alles einfach: Von einem Standort im Bereich der Kreuzung Dütschfeldredder/B202/B76-Auffahrt aus wäre der Ortsteil Raisdorf am Besten versorgt gewesen – das zeigte ein Gutachten des Büros Forplan. Diese Ecke schnitt sogar noch etwas besser ab als der jetzige Standort in der Bahnhofstraße. Auch für die Feuerwehr selbst war dies der Favorit. Zwei Grundstücke dort wären in Frage gekommen. Nach einer Reihe von Verhandlungen musste Bürgermeister Michael Stremlau allerdings feststellen, dass keines davon erhältlich ist. Eine Fläche gehört dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr. Der möchte es als Reserve für die Kreuzung behalten und sehe ein Feuerwehrhaus an diesem verkehrstechnisch problematischen Knotenpunkt ohnehin kritisch, so das Fazit der Stadtverwaltung in der inzwischen öffentlichen Vorlage.

 Das andere Grundstück befindet sich im Privatbesitz eines Investors. Dieser möchte es offenbar nur dann zur Verfügung stellen, wenn er dafür ein städtisches Grundstück erhält und nach seinen Vorstellungen bebauen darf. Zu diesem Deal ist die Stadt zumindest zum jetzigen Zeitpunkt nicht bereit.

 Aus zwei Gründen war eine Alternative zum jetzigen Standort gesucht worden: Das heutige Gerätehaus ist nicht nur zu eng, sondern auch baulich problematisch. Bei einem Sturm 2013 war die Decke der Waschhalle eingestürzt. Nach einer statischen Untersuchung musste das Haus zusätzlich versteift werden. Dazu kommt, dass es an Parkplätzen für die Autos der Aktiven fehlt, die auf dem Weg zum Einsatz sind. Sitzen sie erst einmal im Feuerwehrfahrzeug, stehen ihnen Falschparker, Lieferwagen und Busse auf der engen Bahnhofsstraße im Weg.

 Nachdem der Zugriff auf die Wunsch-Flächen jedoch unrealistisch geworden ist, rückt der alte Standort wieder in den Blick, denn immerhin gehört das Grundstück der Stadt. Die baulichen Mängel ließen sich bei einer völlig neuen Konstruktion beseitigen. 1100 bis 1200 Quadratmeter Nutzfläche, mindestens sieben Stellplätze für die Einsatzfahrzeuge, Sozial- und Lagerräume müsste ein Gerätehaus nach den aktuellen Anforderungen für eine Wehr mit einem Aufgabengebiet wie Raisdorf haben. Bei einer Neuplanung könnte die Stadt möglicherweise auch das zurzeit von der Post genutzte Gebäude mit einbeziehen. Es bleiben jedoch die Probleme durch die schwierige Verkehrssituation auf der Straße.

 Auf der Suche nach Alternativen waren auch Grundstücke im Bereich von Fernsichtweg, Gutenbergstraße und Lise- Meitner-Straße geprüft worden. Die immer wieder aufkeimende Idee eines „zentralen“ Standortes hat jedoch gleich mehrere Haken: Zum einen lässt sich von dort aus die Hilfsfrist Richtung Süden nicht einhalten. Es wäre immer noch ein zusätzlicher Standort im Bereich Dütschfeldredder notwendig gewesen, damit hätte die Stadt dann inklusive Klausdorf drei Gebäude unterhalten müssen. Auch die Aufteilung der Einsatzkräfte wäre schwierig geworden – das hatten die Wehrführer bereits früher in der Diskussion deutlich gemacht. Und anders als in gewachsenen Städten wie Preetz oder Plön ist die geografische Mitte Schwentinentals nicht gleichzeitig ein Ort mit vielen Wohnungen, sondern Gewerbegebiet. Allein der Weg zum Gerätehaus wäre für alle Aktiven weit und würde die Zeit bis zur Einsatzbereitschaft im Notfall verlängern. Diese Idee hat sich aber ohnehin erledigt: Auch diese Grundstücke waren nicht zu haben.

 Der Ausschuss für Umwelt, Verkehr und öffentliche Sicherheit befasst sich damit am Donnerstag, 3. November, ab 19 Uhr im Rathaus.

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