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Fielmann schenkt Porträt

Kreismuseum Plön Fielmann schenkt Porträt

Das Plöner Kreismuseum ist um eine Attraktion reicher. Günther Fielmann schenkte der Einrichtung gestern ein Gemälde, das der 1766 in Plön geborene Friedrich Carl Gröger um 1815 schuf. Das Porträt zeigt Johanna Aldenrath, die dem Künstler in seinem Hamburger Atelier den Haushalt führte.

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Susanne Danz (rechts) überreichte Julia Meyer ein Porträt, das der 1766 in Plön geborene Maler Friedrich Carl Gröger gemalt hat.

Quelle: Dirk Schneider

Plön. „Das Bild stammt aus dem Privatbesitz einer Hamburger Familie und wurde im Rahmen einer Kunstauktion speziell für unser Museum ersteigert“, freute sich Julia Meyer über das besondere Geschenk, das Filialleiterin Susanne Danz und Kunsthistoriker Jürgen Ostwald von der Fielmann AG überreichten. Das Kunstwerk, das die Gröger-Ecke des Museums bereichern werde, findet seinen Platz künftig neben den Bildern der Eltern des Malers, der 1785 aus Plön wegzog und letztlich zum bedeutendsten Porträtmaler des nordischen Raums von Hamburg bis Oslo wurde.

 Friedrich Carl Gröger junior ging zunächst bei seinem gleichnamigen Vater, Hofschneider im Plöner Schloss, in die Lehre. Da das Herzogsgeschlecht jedoch 1761 ausgestorben und die Residenz zugunsten des dänischen Königshauses aufgelöst worden war, blieben die Aufträge aus, sodass der Beruf kein Auskommen mehr bot und die Familie verarmte. Nach dem Abbruch einer ebenfalls begonnenen Drechslerlehre übernahm der junge Gröger Arbeiten als Anstreicher und Stubenmaler in Lübeck und Hamburg. Später nahm er Privatunterricht als Porträtmaler und studierte mit seinem Freund Heinrich Jakob Aldenrath an der Berliner Kunstakademie. Es folgten gemeinsame Studienreisen nach Dresden, Paris und Kopenhagen, bis sie schließlich in Hamburg ein gemeinsames Atelier eröffneten, wo die meisten Porträts auch in Form von Miniaturen als damals übliche Gebrauchskunst entstanden.

 Das Bild von Johanna Aldenrath sowie der klassizistische Rahmen seien in einem sehr guten Originalzustand gewesen, berichtete Ostwald. So musste neben der nicht genannten Kaufsumme nur eine Grundreinigung und Konservierung beim Restaurator finanziert werden. Insgesamt unterstütze Fielmann etwa 10 kleinere Museen, die keine eigene Anschaffungsetats mehr hätten, jährlich mit über 300000 Euro, so Ostwald. Dabei dürften die Museumsleiter gerne auch Wünsche äußern. Julia Meyer nutzte die Gelegenheit, eine Restaurierung und Konservierung der anderen neun Gröger-Gemälde anzuregen.

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Dirk Schneider

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