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Finanznot bei der Schulsanierung

Preetz Finanznot bei der Schulsanierung

Auch der geplante Etat für die Schulen in Preetz überschreitet die eigentlich vorgegebenen Kennzahlen. Dabei sind nur die dringendsten Arbeiten aufgelistet. Der Haupt- und Finanzausschuss schlug nun vor, eine mittelfristige Planung mit einer Prioritätenliste aufzustellen.

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Im Juni stürmten die Jungen und Mädchen der Hermann-Ehlers-Grundschule begeistert die neuen Ruhezonen auf dem Pausenhof, der auch im kommenden Jahr weiter saniert werden soll.

Quelle: Silke Rönnau

Preetz. Das Budget weist eine Überschreitung von knapp 300000 Euro auf. Dabei wurden die baulichen Maßnahmen an den Schulen laut Martina Stuff von der Verwaltung auf das unbedingt Erforderliche und auf die Fortsetzung bereits begonnener Projekte wie beispielsweise das Lehrerzimmer in der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule (THG) und die Pausenhofsanierung der Hermann-Ehlers-Schule begrenzt. Dort soll der vierte Bauabschnitt 13200 Euro kosten. 35000 Euro sind außerdem für den Austausch der Bodenbeläge (Flur, Lehrerzimmer, zwei Klassenräume) vorgesehen.

 In der THG sollen die Lehrertoiletten für 35000 Euro, der „Turm“ (Fachräume, Treppenhaus, Toiletten) für 74300 Euro und Klassenräume im Altbau für 13200 Euro saniert werden. Für die Friedrich-Ebert-Schule stehen 20000 Euro für die Erneuerung der Fassade am Hauptgebäude und 81000 Euro für eine Flursanierung auf dem Plan. In den Schulen am Hufenweg sollen 12000 Euro in die Sanierung der Treppenhäuser (Auflage der Unfallkasse) sowie 38000 Euro in den Flur des Nordflügels, 8600 Euro in einen Raum der Betreuten Grundschule und 28000 Euro in die Hausmeisterwohnung fließen. Die großen Wünsche der Schulen wie beispielsweise ein mit rund 2,5 bis 3,5 Millionen Euro veranschlagter Anbau an die THG (alternativ: Kosten für die Auslagerung eines Jahrgangs an den Schulstandort Hufenweg mit 120000 Euro) oder die Sanierung der alten Wilhelminenhalle mit 550000 bis 700000 Euro sind im Entwurf noch gar nicht enthalten.

 „Die Finanzsituation wird nicht rosiger“, stellte Ausschussvorsitzender Wolf Bendfeldt (CDU/FWG) leicht resigniert fest. Es sei Aufgabe der Politik, in Absprache mit Verwaltung und Schulleitern über die anstehenden Arbeiten zu entscheiden. Doch die Ausschussmitglieder machten deutlich, dass ihnen das immer schwerer falle. „Wir wünschen uns mehr Aufklärung“, sagte Simon Bussenius (CDU/FWG). Irena Scheicher (Bündnis 90/Die Grünen) forderte „mehr Steuerung“, damit die Schulen auch bekämen, was sie bräuchten. „Grundsätzlich entsteht der Eindruck eines Sanierungsstaus“, kritisierte Kristian Klinck (SPD). Die Stadt wäre gut beraten, das offensiv anzugehen.

 Schulleiterin Gerburgis Ecke vom Förderzentrum schlug vor, jede Schule mit einem bestimmten Sockelbetrag für immer wieder auftauchende Kosten wie beispielsweise Malerarbeiten auszustatten. THG-Schulleiterin Irina von Guerard brachte eine „Kopfpauschale“ ins Gespräch. Ihre Schule erhalte umgerechnet pro Schüler am wenigsten Geld, klagte sie.

 Doch das lehnte Katy Hagelberg (SPD) ab: „Damit ist Ihnen nicht wirklich gedient, und die Voraussetzungen an den einzelnen Schulen sind zu unterschiedlich.“ Sie wünsche sich für jede Schule eine mittelfristige Planung auf fünf Jahre, in der alles auf den Tisch komme. „Momentan habe ich überhaupt keinen Überblick.“ André Rehder (SPD) berichtete, dass die Kreisverwaltung für ihre eigenen Liegenschaften entsprechende Prioritätenlisten führe. Einmal im Jahr gebe es eine Begehung, danach werde diese Liste aktualisiert, die Verwaltung mache Vorschläge und die Selbstverwaltung entscheide. „Das müssten wir zum nächsten Haushalt hinbekommen“, hoffte Bendfeldt.

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Ein Artikel von
Silke Rönnau
Ostholsteiner Zeitung

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