18 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Resolution soll Druck machen

Finanzsorgen in Mönkeberg Resolution soll Druck machen

Die Kommunalpolitiker von Mönkeberg wollen angesichts der weiterhin desolaten Finanzlage der Gemeinde ein Zeichen setzen: In einer Resolution an den Kreis Plön, die von der Amtsverwaltung noch vorbereitet werden muss, will die Gemeindevertretung demnächst ihren Unmut klar zum Ausdruck bringen.

Voriger Artikel
Bücherei vor dem Neustart
Nächster Artikel
Kindheitsmuseum wird 25

Die Neugestaltung der Straßenführung inklusive Ausweisung zusätzlicher Pkw-Stellplätze im Strandbereich von Mönkeberg ist vorerst auf Eis gelegt.

Quelle: Christoph Kuhl

Mönkeberg. Die Jahresrechnung für 2014 mit einem erneuten Jahresfehlbetrag (diesmal 202000 Euro), die düsteren Aussichten auch für die nächsten Haushaltsjahre sowie ein „blauer Brief“ der Kommunalaufsicht brachten in der Gemeindevertreter-Sitzung am Montagabend das Fass nun endgültig zum Überlaufen. „So kann es nicht weitergehen. Wir brauchen dringend eine kommunale Neuordnung und müssen Druck auf die Politik ausüben“, schlug Dietmar Katzer (SPD) vor, eine Resolution zu verfassen. Diesen Vorstoß begrüßten Hildegard Mersmann (CDU) und Mönkebergs Finanzausschuss-Vorsitzender Hans Georg Schneider (UWG), so dass ein breiter Konsens unter den drei Fraktionen besteht.

 Zuvor hatte Schrevenborns Amtskämmerer Ralph Withohn die Zahlen der Jahresrechnung 2014 und die künftige finanzielle Entwicklung der Ostufer-Gemeinde erläutert. Er sprach mit Blick auf die prognostizierten Defizite von einem „dramatischen Abbau des Eigenkapitals“ in den nächsten Jahren. Spätestens im Jahr 2020 seien sämtliche Rücklagen aufgebraucht. Für einen privatwirtschaftlichen Betrieb wäre diese Entwicklung laut Withohn das Ende. Da die Pleite einer Gemeinde vom Gesetzgeber aber nicht vorgesehen sei, wüsste man zum jetzigen Zeitpunkt gar nicht, wie es dann weitergehen würde, so Withohn auf Nachfrage.

 Kritisiert wurde von Mönkebergs Ortspolitikern vor allem das jüngste Schreiben der Kommunalaufsicht des Kreises Plön. Die Anstrengungen der bereits 2008 begonnenen Haushaltskonsolidierung müssten noch verstärkt werden, heißt es darin etwa. Ein noch umfassenderes Zusammenstreichen freiwilliger Leistungen wie zum Beispiel das Aus für die offene Jugendarbeit, so der eindeutige Tenor in der Gemeindevertretung, kommt für Mönkeberg aber nicht in Frage. Fakt ist, dass vom Kreis Plön der Kreditrahmen gekürzt wurde und zur Genehmigung des Haushaltes 2015 die in diesem Jahr vorgesehenen Investitionen um 94000 Euro zurückgefahren werden müssen. Nicht ganz ernst gemeint war übrigens der Vorschlag von Bürgermeister Jens Heinze, „ein Sabbatjahr einzulegen und nur das Allernotwendigste zu machen.“ Der Frust, als Gemeinde über keinen Gestaltungsspielraum mehr zu verfügen, sei laut Heinze schon sehr groß.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

KSV-Liveticker!

KSV-Spielstand online
verfolgen, mit dem
KN-KSV-Liveticker

Anzeige