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Finanzsorgen um die Promenade

Heikendorf Finanzsorgen um die Promenade

Die geplante Neugestaltung der Heikendorfer Promenade stand am Mittwochabend in einer Sitzung des Wirtschafts- und Verkehrsausschusses überraschend auf der Kippe. Einen Baubeginn, wie bislang für diesen Herbst direkt im Anschluss an die Hauptsaison vorgesehen, wird es nun wegen Finanzsorgen nicht geben.

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Modell „Bergmeisterleuchte“: Auf diesen Lampentyp bei der geplanten Neugestaltung des Fördewanderwegs im Abschnitt Möltenorter Uferweg hat sich jetzt Heikendorfs Wirtschafts- und Verkehrsausschuss verständigt. Die klassisch-eleganten Lampen sind bereits rund ums U-Boot-Ehrenmal platziert.

Quelle: Christoph Kuhl

Heikendorf. „Wir sollten auf keinen Fall die Rolle rückwärts machen und das Projekt beerdigen“, setzte sich Ausschussvorsitzender Olaf Bartels (Bündnis 90/Die Grünen) mit Nachdruck für die Promenadenneugestaltung ein. Die Gemeinde habe sich selbst dazu verpflichtet, mit den Einnahmen aus der 2015 eingeführten Kurabgabe touristische Infrastrukturmaßnahmen zu finanzieren, so Bartels weiter. Für Hans-Herbert Pohl (CDU) ist das Projekt angesichts der defizitären Haushaltslage „derzeit aber nicht finanzierbar“. Er plädiert deshalb für eine „fertige Planung für die Schublade“, die bei Bedarf und verbesserten Rahmenbedingungen angepackt werden sollte. Gunnar Schulz (FDP) möchte schon jetzt „zu meinem großen Bedauern einen Schlussstrich ziehen, da dieses Projekt wegen des Schulneubaus gar nicht realisierbar ist“.

 Letztlich verständigte man sich gemäß einstimmigem Votum auf folgende Zeitschiene: Die Planung zur Neugestaltung der Möltenorter Uferweg-Promenade am konzessionierten Strand (weitere Abschnitte sollen nach jetzigem Stand in den Folgejahren folgen) wird wie vorgesehen zu Ende geführt. Einen Baubeginn, wie bislang für diesen Herbst direkt im Anschluss an die Hauptsaison vorgesehen, wird es definitiv nicht geben. Vielmehr wird man im Wirtschafts- und Verkehrsausschuss bei vorliegender Ausführungsplanung zunächst erneut darüber beraten, ob mit dann zu beantragenden Zuschüssen bei einer Förderquote von 60 Prozent der Startschuss 2017 erfolgen soll – oder möglicherweise noch später. In der Finanzplanung für 2017 und 2018 sind vorerst Budgets von jeweils 500000 Euro für die Promenaden-Neugestaltung vorgesehen.

 Dass das Projekt überhaupt noch einmal grundsätzlich in Frage gestellt wurde, kam deshalb einigermaßen überraschend, da zuvor schon über Gestaltungsdetails wie etwa dem neuen Lampentyp ausführlich beraten und anschließend auch beschlossen wurde. Das Modell „Bergmeisterleuchte“ soll es nun sein. Zehn dieser Lampen im klassisch-edlen Look, die schon rund ums U-Boot-Ehrenmal stehen, sollen am Uferweg aufgestellt werden. Diese sind zwar teurer als die modern gestalteten Lampentypen – ein Modell ist seit November als Musterleuchte in Betrieb –, dafür aber in der Unterhaltung günstiger.

 Auf einen zusätzlichen, gesetzlich nicht vorgeschriebenen Hochwasserschutz, wie von einem Husumer Fachbüro für einen Jahrhundertpegel der Kieler Förde angeregt, wird Heikendorf vor allem aus Kostengründen verzichten. Mit einbezogen in die Planung wird nun auch das WC-Häuschen am direkt angrenzenden Freistrand. Da die Zuwegung künftig barrierefrei sein soll, ist für diesen Sanierungsteilbereich sogar eine Förderquote von 70 Prozent zu erwarten. Grünes Licht für eine vorerst einjährige Testphase in dieser Sommersaison gab der Fachausschuss für den Betrieb eines Surf- und Standup-Paddle-Verleihs im Bereich von Buhne 2.

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