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Seltene Exponate als Köder

Fischereimuseum Seltene Exponate als Köder

Schiffsmodelle, Fischernetze und jede Menge Informationen über die Geschichte des örtlichen Fischereigewerbes sind im Heikendorfer Rathaus zu sehen. Sie gehören zu den Exponaten der Ausstellung „Fischer und Fische“, die am Montag, 30. November, um 15 Uhr eröffnet wird

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Jürgen Lehmkuhl (links) und Gerhard Draasch vom Förderverein Fischereigeschichte Möltenort zeigen den ersten, damals noch handbetriebenen Fischfinder, der in der Ausstellung „Fischer und Fische“ im Heikendorfer Rathaus zu sehen ist.

Quelle: Anne Gothsch

Heikendorf. „Wir wollen unseren Berufszweig im Wandel der Zeit veranschaulichen, etwa den Fischfang in der Kieler Förde bis 1945, die schwierige Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg sowie unsere heutigen Aufgaben zum Schutz der Gewässer und des Erhalts der natürlichen Fischpopulation“, so Gerhard Draasch, Vorsitzender und Gründungsmitglied des Fördervereins Fischereigeschichte Möltenort. Gemeinsam mit Jürgen Lehmkuhl und anderen Vereinsmitgliedern hatte er die Ausstellung am ersten Adventswochenende im Rathaus aufgebaut und sieht damit einem weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zu dem seit Jahren geplanten Fischereimuseum. Dessen Name (Erlebniszentrum Fischerwelt Möltenort) steht schon fest, und eine detaillierte Projektskizze über die einzelnen Inhalte und deren zeitgemäße Präsentation liegt dank der finanziellen Förderung aus Mitteln der Bingo-Lotterie ebenfalls schon vor.

 Was noch fehlt, sind geeigneten Räumlichkeiten. Wie berichtet, gilt das Hafenmeistergebäude in Möltenort als eine Option, die der Förderverein nach wie vor favorisiert. „Wir gehen davon aus, dass der Platz dort eventuell mit einem Anbau für unsere Ausstellung ausreichen könnte. Die Entscheidung liegt bei der Gemeindevertretung. Wir hoffen auf ein baldiges Ergebnis, denn nach unseren Vorgesprächen mit dem Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume stehen die Chancen für eine finanzielle Förderung von bis zu 85 Prozent nicht schlecht. Schließlich wäre es das erste Museum in Schleswig-Holstein, dass sich der Geschichte der Fischerei und vor allem der dramatischen Ereignisse rund um die Flucht vieler Fischer aus dem damaligen Ostpreußen widmet“, meint Gerhard Draasch, der sich ebenso wie Jürgen Lehmkuhl auch im Trägerverein für den Aufbau des Museums engagiert.

 Bilder und Informationen über die abenteuerliche Flucht der Fischer aus den früheren ostpreußischen Fanggebieten sind auch Bestandteil der aktuellen Ausstellung. So ist ein sogenannter Netzleger abgebildet, der 1946 herrenlos in der Heikendorfer Bucht vor Anker lag. „Wir haben ihn gewissermaßen als Beute von den Engländern in Beschlag genommen und in eine Flüchtlingsunterkunft für rund 40 Familien verwandelt, die dort fast ein Jahr in unglaublicher Enge unter extrem dürftigen Bedingungen hausen mussten“, berichtet Gerhard Draasch aus eigenem Erleben. Parallel zur Ausstellung, die bis zum 15. Dezember zu sehen ist, ruft der Förderverein zu einem Malwettbewerb für Kinder bis zu zehn Jahren auf, Bilder zum Thema Kleine und große Fische im DIN-A3-Format gestalten und in ein vorbereitetes Netz legen können.

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