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„Fischi“ darf am Strand bleiben

Hohwacht „Fischi“ darf am Strand bleiben

Im Streit um den Erhalt des Fischimbisses auf dem Strandparkplatz in Hohwacht scheint es eine Lösung zu geben. Die Gemeindevertretung will den Betreibern erlauben, ihr Geschäft wenige Meter hinter dem jetzigen Standort auf eigenem Grund und Boden wieder aufzubauen.

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Der beliebte Fischimbiss am Strandparkplatz bleibt nun aller Voraussicht doch erhalten. „Fischi“ soll wenige Meter umziehen.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Hohwacht. Wie berichtet, sollte Wilfried „Fischi“ Bumann vom Parkplatz weichen, auf dem er seit 44 Jahren Backfisch und Fischbrötchen verkauft. Die Gemeinde hatte den Pachtvertrag fristgerecht gekündigt, da sie ihre Flächen für Stellplätze braucht. Hinter dem Dünenwall am Hohwachter Strand gehen nämlich welche verloren, weil dort Ferienappartements entstehen.

 Weit mehr als 3000 Fischi-Freunde forderten mit ihrer Unterschrift den Erhalt des Imbisses. Das ist offenbar gelungen. Bumann und seine Tochter Petra Weber sind Eigentümer des Mini-Golfplatzes direkt hinter dem Imbiss. Die Fläche war in den Planungen zunächst als Parkplatz ausgewiesen, sollte der Minigolf-Betrieb einmal eingestellt werden. Auf der Gemeindevertretersitzung gaben Wolfgang Lilienthal (CDU) und Karsten Kruse (WGH) nun bekannt, dass die Gemeinde ein Baufenster für einen Imbiss auf dem Minigolf-Platz in den Bebauungsplan aufnehmen will. Der Weiterbetrieb wäre damit gesichert und nur mit einem kurzen Umzug verbunden. Lilienthal: „Wir wollen keinen Gewerbebetrieb im Ort bekämpfen.“ Er erklärte die bisherigen Überlegungen der Gemeinde damit, dass man geglaubt hatte, der Imbiss solle aufgegeben werden. „Mit der Weiterführung an andere Stelle signalisieren wird unseren guten Willen.“

 Doch die Verabschiedung des umstrittenen Bebauungsplans Dünenweg muss warten, was die 70 Zuhörer in dem völlig überfüllten Bürgertreff mit Unwillen zur Kenntnis nahmen. Eigentlich wollte die Vertretung über die eingegangenen Stellungnahmen entscheiden und eine neue Auslegung der Pläne beschließen. Doch es drohen Klagen gegen den B-Plan. Daher nahm die Vertretung den Punkt am Montag zunächst von der Tagesordnung, um damit auch die letzten Zweifel an der Rechtssicherheit auszuräumen und in einem eventuellen Gerichtsverfahren zu bestehen. In dem B-Plan geht es um den Bau von vier Gebäudekomplexen am Strand mit Ferienwohnungen und Hotelzimmern, der Neugestaltung des Parkplatzes, dem Bau eines kleinen Gesundheitszentrums und weiterer Appartements hinter der vorhandenen Hotelzeile am Strand.

 Die Stimmung im Bürgertreff zu den neuen Ferienappartements war gespalten. Viele Bürger kritisierten die Höhe der Gebäude, die zwischen 13,50 und 14,50 Meter liegt. Das sei etwas, was nicht ins naturnahe Hohwacht passe. Andere sprachen der Vertretung ihr Vertrauen aus. „Ich fühle mit sehr, sehr wohl mit dieser Gemeindevertretung“, sagte eine Frau.

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