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Amt prüft weitere Einrichtung

Flüchtlinge in der Probstei Amt prüft weitere Einrichtung

Mitte Oktober waren es 190, jetzt sind es 305 Flüchtlinge in der Probstei. Dennoch wirkt die Situation entspannt, Amtsverwaltung und viele ehrenamtliche Helfer kümmern sich. Nach den Erfahrungen mit dem Haus der Integration in Schönberg könnte sich das Amt eine weitere vergleichbare Einrichtung vorstellen.

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Amtsdirektor Sönke Körber zeigt die neueste Statistik zu Flüchtlingen auf seinem Rechner.

Quelle: Thomas Christiansen

Schönberg. Allein in dieser Woche wurden dem Amt Probstei 21 weitere Flüchtlinge zugewiesen. Nach wie vor strebt das Amt eine möglichst dezentrale Unterbringung der Flüchtlinge an. Als sich abzeichnete, dass dies aufgrund der steigenden Zahlen nicht ausreichen würde, stellte der Amtsausschuss Anfang 2015 die Weichen für das Haus der Integration in Schönberg mit 40 Plätzen. „Wir haben damals überlegt, ob wir die wirklich brauchen werden“, erinnert sich Amtsdirektor Sönke Körber. Als das ehemalige Alten- und Pflegeheim dann im Spätsommer zur Verfügung stand, wurden die Zimmer rasch belegt. „Das läuft dort hervorragend“, erklärt Körber. Bislang gebe es keinerlei Beschwerden oder besondere Vorkommnisse.

 Inzwischen wird aber längst weiterer Wohnraum benötigt. Beim Amt gehen auch immer wieder Angebote ein, doch auch die Möglichkeit einer weiteren größeren Unterkunft wird jetzt geprüft. „Nach den sehr guten Erfahrungen, die wir im Haus der Integration machen, denken wir auch über eine weitere vergleichbare Einrichtung nach – bei entsprechenden Angeboten“, sagt Körber. Die müsse nicht in Schönberg sein. Klar ist für Körber, dass nicht neu gebaut werden soll, das dauere viel zu lange.

 Unabhängig davon sucht das Amt ständig weiteren Wohnraum. Derzeit hat es 120 Wohnungen für Flüchtlinge gemietet. Rund die Hälfte der 305 Flüchtlinge ist in Schönberg untergebracht, weitere 56 in Laboe, 35 in Probsteierhagen – Mieter ist das Amt. In der Amtsverwaltung sind vier Mitarbeiter (davon zwei als Betreuer im Haus der Integration) ausschließlich und etliche zeitweise für Flüchtlinge tätig. Körber dankt dem Netzwerk der vielen ehrenamtlichen Helfer vor allem in Schönberg, Laboe und Probsteierhagen, aber auch in den kleineren Gemeinden, die für eine Unterstützung sorgen, „die wir gar nicht leisten könnten“.

 Wichtig ist dem Amtsdirektor der Hinweis, dass man sich nicht nur um Flüchtlinge kümmere: „Wir müssen darauf achten, dass wir nicht die anderen Menschen, die auch Unterstützung brauchen, aus den Augen verlieren. Das wäre fatal.“

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Ein Artikel von
Thomas Christiansen
Ostholsteiner Zeitung

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