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Flüchtlingsarbeit wird gestärkt

Lütjenburg Flüchtlingsarbeit wird gestärkt

Die Stadt Lütjenburg und das Amt verstärken gemeinsam ihre Anstrengungen zur Integration von Flüchtlingen. Wie Bürgermeister Dirk Sohn in der Stadtvertretersitzung bekanntgab, soll eine weitere hauptamtliche Kraft eingestellt werden. Die Mittel dazu fließen aus einem Förderprogramm.

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Lütjenburgs Bürgermeister Dirk Sohn kündigte an, dass zur Integration von Flüchtlingen eine weitere hauptamtliche Kraft eingestellt wird.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Lütjenburg. Die Stelle ist bis 2019 befristet und soll so schnell wie möglich besetzt werden. Sohn verspricht sich davon eine bessere Vernetzung zwischen Stadt, Amt und Kreis. Die sei in der Vergangenheit nicht immer optimal gewesen. Er sieht in der Person auch eine zusätzliche Unterstützung der ehrenamtlichen Helfer, die sich um die Menschen aus Syrien, Afghanistan und dem Irak kümmern.

 Eine weitere Aufgabe der neuen Kraft besteht darin, das Integrationskonzept der Stadt umzusetzen. Das Lütjenburger Stadtparlament verabschiedete das Papier am Donnerstag einstimmig – das erste dieser Art im Kreis Plön überhaupt. Darin sind zunächst alle Angebote erfasst, die von Vereinen, Ehrenamtlichen und Behörden organisiert werden. Dazu gehören Sprachunterricht oder das Café International im Gemeindehaus. Das Konzept macht Vorschläge auf den Feldern Bildung, Sport, Wirtschaft und Arbeit, Kultur und gesellschaftliche Teilhabe. Als Vorschläge sind in dem Konzept enthalten: zusätzliche Fortbildung für Flüchtlinge, die bereits berufstätig sind, Schaffung von Internetzugängen für eigenverantwortlichen Online-Unterricht und gemeinsame Feste. Sohn rief dazu auf, die Punkte auch umzusetzen und weitere Ideen zu entwickeln. „Ohne Leben nützt das beste Papier nichts.“

 Auf der Suche nach einem großen Veranstaltungsraum in Lütjenburg bringt die SPD die Kantine auf dem früheren Kasernengelände ins Gespräch. Sie diente zuletzt als Speisesaal für die dort untergebrachten Flüchtlinge. Eckhard Voß (SPD) sprach von einem „attraktiven Gebäude“, das die Stadt nach der endgültigen Schließung der Landesunterkunft erwerben könnte. Dieser Idee widersprach in der Vertretersitzung niemand. Bürgermeister Sohn rechnet damit, dass das Land die Unterkunft spätestens Anfang nächsten Jahres schließt. Dann könne man mit Gesprächen beginnen. Seit der Schließung des Soldatenheimes vor vier Jahren fehlt es an einem großen Saal in Lütjenburg für Vereinsfeste, Aufführungen oder öffentliche Versammlungen.

 Die Stadt Lütjenburg will das subjektive Sicherheitsgefühl ihrer Bürger stärken. Bürgermeister Sohn gab bekannt, dass die neuen Straßenlaternen auf dem Wanderweg zwischen der Straße Hochmode und dem Gewerbegebiet in Betrieb sind. Durch das zusätzliche Licht wolle man „Angst-Räume“ im Stadtgebiet beseitigen und Vertrauen schaffen. Das lässt sich die Stadt einiges kosten. Die acht Laternen kosten einschließlich Kauf und Aufstellen rund 10000 Euro.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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