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Kleines Team mit großer Erfahrung

Flüchtlingsbetreuer Kleines Team mit großer Erfahrung

Die Amtsverwaltung Lütjenburg und die ehrenamtlichen Willkommenspaten erhalten Verstärkung. Vier neue hauptamtliche Mitarbeiter kümmern sich um die Betreuung der derzeit 197 Flüchtlinge, die im Amtsbereich leben. Das kleine Team bringt eine Fülle von Erfahrungen aus verschiedenen Berufen mit.

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Verstärkung für die Lütjenburger Amtsverwaltung (von links): Uwe Fleischer, Pia Rothmeier, Mariam Ökmen-Abdo und Michaela Reimer kümmern sich um Flüchtlinge.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Lütjenburg. Mariam Ökmen-Abdo ist eigentlich Fachangestellte der Zahnmedizin. Ein Beruf, den sie auch weiterhin ausüben wird. Sie arbeitet in Teilzeit für die Verwaltung als Dolmetscherin für Arabisch. Sie kennt beide Kulturkreise. Den ihrer Eltern, die aus dem Libanon stammen, und den ihrer Heimat in Lütjenburg, in der sie auch geboren wurde. „Wenn ich zu Hause war, war das Arabien, und vor der Haustür war Deutschland.“ Das Amt verspricht sich von Ökmen-Abdo auch eine Vermittlung zwischen den Kulturen. In beiden Richtungen.

 Vor wenigen Tagen diente Uwe Fleischer noch als Berufssoldat bei der Bundeswehr in Putlos. Nun ist der frühere Navigationsmeister aus Rastorfer-Passau Flüchtlingskoordinator und nicht im Ruhestand. „Eine ausgesprochen spannende Aufgabe“ sieht Fleischer in seiner neuen Verwendung. Es sei ihm schon immer ein Anliegen gewesen, Flüchtlingen zu helfen. So arbeitet er ehrenamtlich bei der Bürgerinitiative Kiel hilft Flüchtlingen mit, die zu einem besonders erfolgreichen Projekt in der Landeshauptstadt gewachsen ist.

 Michaela Reimer lebt in Fresendorf (Gemeinde Giekau). Die gelernte Hauswirtschaftsleiterin hat viele Erfahrungen mit Menschen aus sozial schwierigen Verhältnissen. Als Streetworkerin kümmerte sie sich um Schulverweigerer, unterstützte Langzeitarbeitslose. Gemeinsam mit der Polizei arbeitet sie ebenfalls als Anti-Aggressionstrainerin. Sie sieht sich als Lotsin für die Flüchtlinge, die in die deutsche Gesellschaft hineinfinden sollen.

 Pia Rothmeier stand viele Jahre als pädagogische Fachkraft in den Diensten des SOS-Kinderdorfs. Daneben hat die Klamperin ebenfalls eine Ausbildung als Hauswirtschaftsleiterin. Rothmeier baute die Offene Ganztagsbetreuung am Lütjenburger Schulzentrum auf, kümmerte sich um Schulschwänzer, zeigte Jugendlichen mit einem Säuglingssimulator, was es heißt, als Eltern Verantwortung zu übernehmen. Sie reizt an ihrem neuen Job, den sie im Gegensatz zu ihren drei Kollegen Anfang Januar antritt, dass sie mit einem Team etwas Neues aufbauen kann.

 Derzeit leben im Amt Lütjenburg 197 Flüchtlinge, die auf ihre Anerkennung als Asylbewerber warten. Pro Woche kommen derzeit rund 20 Menschen hinzu.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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