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Grundstück am Schwebstöcken ist erste Wahl

Flüchtlingsunterkunft Grundstück am Schwebstöcken ist erste Wahl

Noch gibt es Wohnraum für Flüchtlinge im Amt Preetz-Land. Aber wenn der Strom nicht abebbt, könnte es eng werden. Deshalb wird in drei Gemeinden der Bau eines Vier-Familien-Hauses geplant. Auch die Schellhorner Gemeindevertretung diskutierte in der jüngsten Sitzung zwei mögliche Standorte.

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Das Grundstück für den Bau eines Mehrfamilienhauses für Flüchtlinge möchte die Gemeinde Schellhorn über die Preetzer Fahrradstraße Schwebstöcken erschließen.

Quelle: Silke Rönnau

Schellhorn. „Wir wissen alle um die Problematik mit Flüchtlingsunterkünften“, sagte Bürgermeister Kai Johanssen. Deshalb habe man im Amt überlegt, eigene Häuser zu bauen. So könne man auch für die Zukunft günstigen Wohnraum für private Nutzung schaffen. „Es soll kein Billighaus werden und auch von außen ansprechend aussehen“, betonte er. Momentan fehlten vor allem Wohnungen mit kleineren Zimmern für Einzelpersonen.

 „Wir haben geschaut, wo überhaupt Bauflächen zur Verfügung stehen“, erzählte er weiter. Es sei auch möglich, in Gewerbe- und Mischgebieten zu bauen. Eine Möglichkeit wäre die Hofstelle Heckel. Dort sei bereits ein Baufenster ausgewiesen, das allerdings direkt an der Straße liege. Das Grundstück sei auch schon erschlossen. „Wir könnten also sofort loslegen.“

 Eine Alternative wäre ein Grundstück am Schwebstöcken – genau dort, wo schon einmal vor etwa 20 Jahren Container für Flüchtlinge standen. Auch hier gelte bereits Baurecht. Dazu wäre aber das Einverständnis der Stadt Preetz erforderlich, weil die Erschließung über den Schwebstöcken erfolgen müsste, erklärte Johanssen. Er habe das Thema bereits bei Bürgermeister Björn Demmin angesprochen, nun müssten kurzfristig Gespräche mit den Preetzer Gremien folgen. „Wir wollen nicht den Eindruck erwecken, dass wir das ganze Baugebiet durch die Hintertür bekommen wollen“, betonte er ausdrücklich. Hintergrund dieser Aussage war die Überlegung der Gemeinde Schellhorn vor einigen Monaten, dort ein Baugebiet zu errichten, das aber nur über Preetzer Gebiet erschlossen werden konnte. Das hatte Preetz abgelehnt.

 Ziel sei, dass das Mehrfamilienhaus irgendwann auch privat genutzt werde. „Dann bietet sich Schwebstöcken an“, sagte Arne Dunka. „Ich würde mich mit dem Grundstück bei Heckel schwer tun.“ Lars Schildknecht fügte hinzu: „Wir haben vor 20 Jahren gute Erfahrungen an diesem Standort gemacht.“ Auch für Hans-Hermann Richter war die Fläche am Schwebstöcken erste Wahl. „Aber sollten wir nicht auch gleich einen zweiten Standort melden, falls der Bedarf besteht?“

 Das Gebäude solle nicht zu groß werden und sich gut in die Umgebung einfügen, sagte Johanssen. „Wenn Preetz sich aber weigert, müssen wir den zweiten Standort ins Auge fassen.“ Aber die Gemeindevertretung setzte einstimmig auf das Gebiet am Schwebstöcken. „Es ist unser Land – dann können wir auch besser auf die Gestaltung Einfluss nehmen“, so der Bürgermeister.

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Silke Rönnau
Ostholsteiner Zeitung

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