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Am Ostufer steigen die Abwassergebühren

Förde-Düker Am Ostufer steigen die Abwassergebühren

Nun ist es offiziell: Die Verbandsversammlung des Abwasserzweckverbandes Ostufer Kieler Förde (AZV) hat angesichts der Millionen-Investitionen einstimmig die notwendige Gebührenerhöhung für Schmutzwasser für nächstes Jahr beschlossen.

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Exakt 486 solch tonnenschwerer Betonelemente, hier mit Ingenieur Arne Levsen, links, und AZV-Projektleiter Nobert Buchwald, wurden für die neue Schmutzwasser-Druckrohrleitung unterhalb der Kieler Förde verlegt.

Quelle: Christoph Kuhl

Schönkirchen. Wegen der Baukosten für die Neuverlegung der Druckrohrleitung vom Kieler Ost- zum Westufer (Förde-Düker) wird die Gebühr ab 1. Januar von derzeit 2,59 Euro zunächst auf 2,78 Euro pro verbrauchtem Kubikmeter Wasser angehoben. In einem weiteren Schritt ist für 2017 und 2018 dann eine weitere Anhebung auf 2,98 Euro fällig. Und in einem dritten Sprung ist nach heutigem Stand ab 2019 eine letzte Erhöhung auf 3,21 Euro pro Kubikmeter geplant. Bislang sollten die insgesamt 62 Cent auf nur zwei Jahre verteilt werden.

 Möglich machen diese nunmehr vierjährige Streckung laut AZV-Finanzfachbereichsleiter Marko Losch-Gediehn Gebührenüberdeckungen, die für mehr Handlungsspielraum sorgen. Die Grundgebühr bleibt unverändert bei monatlich 6 Euro. Für einen Single-Haushalt bei einem Jahreswasserverbrauch von 46 Kubikmetern bedeutet die erste Gebührenanhebung 2016 nach AZV-Berechnung eine jährliche Mehrbelastung von 8,72 Euro. Ein Vier-Personen-Haushalt (angenommener Verbrauch: 184 Kubikmeter) muss im Jahr 35 Euro mehr zahlen.

 Erfreulich ist aus Sicht von Verbandvorsteherin Heike Mews, dass das Projekt Förde-Düker unterm Strich günstiger sein werde als geplant. Statt der zunächst veranschlagten Baukosten von 9,5 Millionen würde die mit einem Tunnelbohrer verlegte neue Schmutzwasserleitung unterhalb der Kieler Förde laut Mews aller Voraussicht nach „nur“ 9,2 Millionen Euro kosten. Weitere 4,4 Millionen Euro sind für den Bau der neuen Pumpstation Möltenboe auf dem Heikendorfer Klärwerksgelände am Fördewanderweg fällig.

 Zum 1. Oktober 2016 sollen die Pumpstation und die neue Schmutzwasserleitung in Betrieb genommen werden. Was mit der alten Leitung geschieht, ob sie als Ersatzleitung weiter „offen“ bleibt oder aber mit Beton verfüllt wird, ist noch nicht entschieden. Noch bis Ende Januar läuft die Stellenausschreibung für einen neuen hauptamtlichen AZV-Leiter des Verbandes mit seinen Mitgliedsgemeinden Heikendorf, Laboe, Mönkeberg, Stein, Wendtorf, Brodersdorf, Lutterbek und Schönkirchen. AZV-Verbandsleiter Jürgen Rusch geht Ende September 2016 in den Ruhestand.

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