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Fördedüker Nächste Bauphase beginnt

Das Großprojekt Fördedüker, die auf dem Grund der Förde mittlerweile neu verlegte Schmutzwasser-Druckrohrleitung, geht in die Endphase. Der Vorstand des Abwasserzweckverbandes (AZV) Ostufer Kieler Förde hat jetzt die Aufträge zum Bau der neuen Pumpstation in Heikendorf-Möltenboe vergeben.

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In dieser imposanten Start-Baugrube begannen Ende 2014 in Heikendorf die Arbeiten (im Bildhintergrund der mächtige Tunnelbohrer) zur Verlegung der neuen Schmutzwasser-Druckrohrleitung unterhalb der Kieler Förde. Anfang Oktober soll in dieser Baugrube nun der Startschuss für den Bau der neuen Pumpstation fallen.

Quelle: Archivfoto Christoph Kuhl

Heikendorf/Kiel. Voraussichtlich im Oktober kann mit dem Bau des Technikgebäudes am Fördewanderweg in der Startbaugrube begonnen werden. Von dort hatte sich der mächtige Tunnelbohrer „Emmi“ exakt 1480 Meter durch den Grund bis Kiel-Friedrichsort gewühlt. Bis zu 33 Meter tief unter der Wasserlinie liegt der danach entstandene Versorgungstunnel aus 486 Betonelementen und insgesamt vier Kunststoffleitungen. „Wir hatten eine reine Bohrzeit von nur 75 Tagen“, teilte AZV-Projektleiter Norbert Buchwald am Dienstag auf Nachfrage mit. Auch deshalb sei man erfreulicherweise „einige Tage vor dem Zeitplan“. Dieser sieht in einjähriger Bauzeit als nächsten Schritt nun eine Fertigstellung der neuen Pumpstation bis Ende September 2016 vor.

 In der Startbaugrube werde laut Buchwald der Tiefbauteil mit den Pumpen und dem Abwasser-Sammelbecken, dem sogenannten Pumpensumpf, entstehen. Praktisch darauf gesetzt werde der Neubau mit der gesamten Schaltelektronik. Zudem wird parallel das technisch in die Jahre gekommene Rechengebäude auf dem Gelände modernisiert. Danach könne die neue Schmutzwasserleitung in Betrieb genommen werden, berichtet der AZV-Projektleiter weiter. Die alte Leitung aus dem Jahr 1966 werde gereinigt und an beiden Enden verschlossen, könne aber bei Bedarf jederzeit wieder aktiviert werden. Mit einem Druck zwischen vier bis fünf Bar wird künftig das Abwasser von den Kieler Ostufergemeinden durch die Kieler Förde bis zum Klärwerk nach Bülk gepumpt.

 Die Gesamtkosten für das Großprojekt, das von der Ingenieurgemeinschaft Consulaqua/IPP/Levsen geplant und von der italienischen Fachfirma I.CO.P. umgesetzt wird, belaufen sich auf knapp 14 Millionen Euro. Das Vorhaben wird ohne Zuschüsse allein über die Schmutzwassergebühren der Haushalte in den Gemeinden Heikendorf, Laboe, Mönkeberg, Stein, Wendtorf, Brodersdorf, Lutterbek und Schönkirchen finanziert.

 Nach der AZV-Gebührenkalkulation müssen sich die Haushalte ab Sommer 2016 auf eine Anhebung des Schmutzwasserpreises von momentan 2,59 Euro auf 2,91 Euro pro Kubikmeter einstellen. Ab 2017 folgt dann bei unveränderter Grundgebühr von 6 Euro eine weitere Erhöhung von 32 Cent.

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