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Zukunft in Sicht

Fördewanderweg Zukunft in Sicht

Nun ist der dritte Versuch einer Gemeindewerke-Fusion auch formell beerdigt. Am Mittwochabend beschloss die Heikendorfer Gemeindevertretung, die Verhandlungen mit Schönkirchen wegen unterschiedlicher Standpunkte abzubrechen. Wiederbelebt wurde jedoch die Planung für den Fördewanderweg.

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Erika Betinski (links) und Inge Altmann würden sich über einen erneuerten Fördewanderweg freuen, hätten aber auch gerne das frühere Blumenbeet am Rand wieder.

Quelle: Andrea Seliger

Heikendorf. Ursprünglich sollte lediglich über das bisherige Verhandlungsergebnis in Sachen Fusion abgestimmt werden – Schönkirchen hatte bereits im September grünes Licht gegeben. Ein Änderungsantrag der CDU machte dann offiziell, worüber schon seit Längerem gesprochen worden war: Immer mehr Heikendorfer zweifeln am Sinn dieses Projekts. „Erwartungen und Standpunkte bieten derzeit keine realistische Perspektive. Wir sollten keine weiteren Ressourcen dafür aufwenden“, so Tade Peetz (CDU). Widerspruch kam von Olaf Bartels (Grüne), der auch Verhandlungführer gewesen war. Er wolle keine Fusion um jeden Preis, aber zumindest eine weitere Sitzung für einen sauberen Abschluss. „Wenn wir jetzt hinwerfen, haben wir nicht die unterschiedlichen Standpunkte fixiert, warum es gescheitert ist.“ Dies könne für zukünftige Gemeindevertreter beim nächsten Versuch nützlich sein. Bianca Thode (UWH) schlug vor, eine solche Bilanz intern und ohne ein weiteres Treffen aufzustellen. Bürgermeister Alexander Orth (SPD) erklärte, warum auch er in einer Fusion zum heutigen Zeitpunkt keinen Sinn mehr sieht: Zum einen hätten sich in Schönkirchen die Voraussetzungen geändert. Der kleinere Partner könne keinen finanziellen Ausgleich für eine Fusion auf Augenhöhe mehr leisten. Zudem würden die Kosten für den Umzug von Geschäftszweigen voraussichtlich höher ausfallen als ursprünglich angenommen. Er plädierte jedoch für eine enge Zusammenarbeit. 18 Gemeindevertreter stimmten für das Ende der Verhandlungen, die vier Grünen lehnten den Antrag ab.

 Ein anderes schon totgesagtes Thema hat dagegen wieder Zukunft: Die Planung für die Neugestaltung des Fördewanderwegs soll nun doch so weit fertiggestellt werden, dass man für die Maßnahme Zuschüsse beantragen kann. Im Ausschuss hätten zuletzt falsche Zahlen vorgelegen, so Orth. Tatsächlich würden für die Planung 2016 nur noch 10 000 Euro benötigt. Für die weitere Entwicklung und die Umsetzung würde in den beiden nächsten Jahren dann insgesamt eine Million Euro benötigt – doch die Aussichten, dafür einen Zuschuss von 60 Prozent zu bekommen, seien gut.

 Unterstützung bekam er vom Wirtschaftsausschussvorsitzenden Olaf Bartels, der an die inzwischen erhobenen Abgaben zur Förderung des Tourismus erinnerte. Der Finanzausschussvorsitzende Thure Spitz (UWH) fürchtete dagegen, dass die Kosten nicht in dem Rahmen blieben, und sprach sich dagegen aus. Mit elf Ja- gegen drei Nein-Stimmen und acht Enthaltungen wurde die Planung wieder in den Haushalt aufgenommen.

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